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Forenexpertin: Annette Mittmann
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KaiserschnittStand: 2. September 2010Autor: Onmeda-Redaktion AllgemeinesDer Kaiserschnitt (Sectio caesarea, kurz Sectio) gehört mit zu den ältesten chirurgischen Eingriffen und ist auch bei Naturvölkern bekannt. Er wird durchgeführt, wenn eine normale Geburt nicht oder nur unter großem Risiko möglich ist oder wenn die Schwangere dies ausdrücklich wünscht. Plinius der Ältere (23/24 n.Chr. bis 79 n.Chr.) führte die Bezeichnung auf Julius Caesar (100-44 v.Chr.) zurück, der durch einen Kaiserschnitt auf die Welt kam. Man nimmt heute jedoch an, dass sich der Begriff der Sectio caesarea von dem lateinischen Verb caedere (schneiden) herleitet. Inzwischen ist der Kaiserschnitt in allen entwickelten Ländern eine relativ risikoarme Routineoperation, die auf ausdrücklichen Wunsch der Mutter hin durchgeführt wird oder wenn die normale Geburt für Mutter und Kind zu risikoreich ist. Von einem primären Kaiserschnitt spricht man, wenn die Schnittentbindung vor Einsetzen der Wehen durchgeführt wird. Hierzu gehören bereits im Vorfeld geplante Kaiserschnitte. Im Gegensatz dazu spricht man von einem sekundären Kaiserschnitt, wenn dieser nach dem Einsetzen der Wehen, das heißt nach Geburtsbeginn erfolgt. Er ist in der Regel die Folge von Geburtskomplikationen, die rasches Handeln erfordern. Die Kaiserschnittrate liegt heutzutage in den meisten Ländern bei 20 Prozent aller Geburten. Pro Land schwanken die Zahlen jedoch sehr. So kommen in einigen Gegenden Lateinamerikas rund 85 Prozent der Kinder per Kaiserschnitt zur Welt, in Deutschland liegt die Rate mittlerweile bei rund 30 Prozent und hat sich damit seit 1991 verdoppelt.. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaKaiserschnitt
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