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Kaiserschnitt

Risiken und Komplikationen

Stand: 2. September 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Die Entscheidung, ob ein Wunschkaiserschnitt gemacht werden soll, liegt letztendlich allein bei der werdenden Mutter und sollte von ihr von ganzem Herzen getroffen werden. Daher ist es für die Schwangere wichtig, alle Argumente für eine normale Geburt und für einen Kaiserschnitt entsprechend ihrer persönlichen Situation gegeneinander abzuwägen und kritisch zu überdenken.

Vor allem, wenn die Entscheidung für einen Kaiserschnitt erst unter der Geburt getroffen wird, können die Angst um ihr Kind sowie die unerwartete Operation und das fehlende oder negative Geburtserlebnis die Eltern psychisch stark belasten. Auch hier sind ausführliche Gespräche mit Arzt oder Hebamme sehr wichtig, um Unklarheiten zu beseitigen und damit das Erlebte möglichst gut zu verarbeiten. Zusätzlich werden an verschiedenen Stellen, wie in Krankenhäusern, in Hebammenzentren oder bei Psychologen Kaiserschnittgruppen geführt, in denen Betroffene sich austauschen können.

Besonders an den ersten beiden nach einem Kaiserschnitt Tagen ist die Mutter durch die Bauchwunde oft noch nicht in der Lage, ihr Kind ganz alleine zu versorgen und daher auf die Hilfe von nahestehenden Personen oder Krankenschwestern angewiesen. Bei komplikationslosem Verlauf des Kaiserschnitts ist sie etwa nach dem dritten Tag mobiler und nach etwa einer Woche können Mutter und Kind das Krankenhaus verlassen.

In der Folge eines Kaiserschnitts kann es zu typischen postoperativen Komplikationen kommen, wie beispielsweise. Blutungen, Wundinfektionen, Thrombosen/Embolien oder die Bildung von Verwachsungen im Bereich der Narbe. Hinzu kommt die Gefahr einer Behinderung späterer Schwangerschaften bis hin zur Unfruchtbarkeit.

Seitens des Kindes kommt es nach einem Kaiserschnitt häufiger als bei einer normalen Geburt zu Atemstörungen durch das Verschlucken von Fruchtwasser in die Luftwege (Aspiration) oder die ungenügende Entleerung der kindlichen Lungen von Fruchtwasser infolge des fehlenden Drucks im Geburtskanal.

Bei einer erneuten Schwangerschaft - vor allem, wenn diese innerhalb von zwei Jahren nach dem Kaiserschnitt eintritt - ist eine intensive ärztliche Betreuung notwendig. Ein Kaiserschnitt kann prinzipiell mehrfach durchgeführt werden, ist jedoch bei einer weiteren Schwangerschaft nicht zwingend nötig, nur weil die vorangehende Geburt per Kaiserschnitt erfolgte.

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