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Forenexpertin: Annette Mittmann
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KaiserschnittDurchführungStand: 2. September 2010Autor: Onmeda-Redaktion Der Termin für einen geplanten Kaiserschnitt liegt in der Regel einige Tage vor dem natürlichen Geburtstermin. In seltenen Fällen ist eine Vollnarkose nötig, meist wird jedoch nur regional betäubt, sodass Mutter und Baby weniger Belastungen ausgesetzt sind und die Mutter ihr Kind gleich nach dem Kaiserschnitt im Arm halten kann. Zur regionalen Betäubung der unteren Körperhälfte stehen zwei ähnliche Verfahren zur Verfügung, die beide mittels eines sogenannten Kreuzstiches durchgeführt werden: die Spinal- und die Peridualanästhesie (PDA). Bei beiden wird nach einer örtlichen Betäubung der Rückenmarkskanal zwischen zwei Lendenwirbeln mit einer feinen Nadel punktiert und wiederum ein örtliches Betäubungsmittel, ein sogenanntes Lokalanästhetikum, gespritzt. Der Unterschied zwischen der PDA und der Spinalanästhesie besteht darin, in welche Schicht des Rückenmarkskanals das Medikament gelangt. Außerdem wird bei der PDA ein Zugang gelegt und fixiert, sodass auch während und nach der Operation mithilfe eines Pumpsystems das Lokalanästhetikum nachinjiziert werden kann, während bei der Spinalanästhesie das Schmerzmedikament ähnlich einer Spritze nur einmalig gegeben wird. Durch die Regionalanästhesie werden das Operationsgebiet und beide Beine betäubt, allerdings verspürt die Patientin noch Druck- und Zugbewegungen, die durch den Eingriff entstehen. Insgesamt benötigt der Narkosearzt etwa 10 bis 15 Minuten Zeit, um die Anästhesie durchzuführen. Sobald die Narkosewirkung eingetreten ist, werden ein Harnkatheter gelegt und die obere Schamregion (Bikinizone) rasiert. Anschließend wird der Operationsbereich gewaschen und desinfiziert, meist eine Folie aufgeklebt und die Umgebung mit Tüchern abgedeckt. Ein Vorhang wird im Bereich des Oberbauchs der Schwangeren angebracht, um den sterilen vom unsterilen Bereich zu trennen. In vielen Krankenhäusern ist es dem Vater gestattet, im OP-Saal dabei zu sein, allerdings muss er sich dafür umziehen sowie Haube und Mundschutz anlegen. Der Kaiserschnitt beginnt mit einem Unterbauchquerschnitt im Bereich der Bikinizone. Danach wird Schicht um Schicht möglichst stumpf, das heißt ohne Verwendung eines Messers, nur durch Aufdehnen gespalten (Methode nach Misgav-Ladach) und zuletzt die Gebärmutter eröffnet. Das Kind wird vorsichtig, aber schnell aus der Gebärmutter gehoben und nach dem Durchtrennen der Nabelschnur der Hebamme übergeben. Bei einer Spinalanästhesie kann die Mutter ihr Kind noch im OP-Saal begrüßen. Anschließend versorgen die Hebamme und, falls anwesend, der Kindsvater das Neugeborene, während der Gynäkologe die Nachgeburt (Plazenta) entnimmt und zuletzt die Gebärmutter sowie die Bauchdecken wieder sorgfältig verschließt. Durch dieses schonende Operationsverfahren ist meist das Anlegen von Drainagen (Plastikschläuche zum Ableiten des Wundsekrets) nicht notwendig. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaKaiserschnitt
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