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FrühgeburtKomplikationenStand: 2. September 2010Autor: Onmeda-Redaktion Eine Frühgeburt kann Komplikationen für Mutter und Kind mit sich bringen. Je nach Alter des Neugeborenen sind seine Organe möglicherweise nicht vollständig ausgereift. Insbesondere die Lungen und das zentrale Nervensystem (ZNS) sind häufig noch nicht voll entwickelt. Etwa ab der 35. Schwangerschaftswoche (SSW) wird Surfactant gebildet, eine Substanz im Lungengewebe des Ungeborenen, welche die Entfaltung der Lunge nach der Geburt erleichtert und den Schutz und die Reinigung der Atemwege unterstützt. Bei Frühchen ist diese Substanz häufig noch nicht oder in zu geringer Menge vorhanden. Daher wird bei einer drohenden Frühgeburt häufig die Bildung von Surfactant durch Glukokortikoide gefördert, um die Lungenreifung zu beschleunigen. Mithilfe des Brutkastens können nach der Frühgeburt Störungen der Temperaturregulation, Infektionen und Unterkühlung (Hypothermie) vermieden beziehungsweise eingedämmt werden. Häufig sind auch die Nieren des Frühchens nicht ausreichend entwickelt. Dies kann zu einer Störung im Elektrolyt-Haushalt führen, wodurch wiederum verschiedene Stoffwechsel-Vorgänge beeinträchtigt werden können. Der Elektrolyt-Haushalt des Frühchens wird daher genau beobachtet. Da der Magen-Darm-Trakt häufig noch nicht vollständig entwickelt ist und der Saug- und Schluckreflex oft noch nicht eingesetzt haben, haben einige Frühchen Probleme mit der Ernährung und der Verdauung. Es kann daher nötig sein, das Neugeborene mithilfe einer Sonde zu ernähren und ihm zunächst eine Mischung aus Zucker und Wasser anstelle von Muttermilch zu geben. Sobald es die Muttermilch verträgt sollte es diese aber auch erhalten, da sie wichtige Nährstoffe enthält und das Immunsystem unterstützt. Bei Frühchen kommt es außerdem, wie bei einigen Normalgeborenen auch, häufig zu einer Neugeborenen-Gelbsucht. Es handelt sich dabei um eine meist harmlose Gelbfärbung der Haut, die dadurch zustande kommt, dass Bilirubin, ein Abbauprodukt von Hämoglobin, in der Haut eingelagert wird. Die Neugeborenen-Gelbsucht lässt nach einigen Tagen von selber nach, wenn das Enzym, das Bilirubin abbaut, in ausreichender Menge produziert wird. Durch eine Phototherapie kann dieser Vorgang beschleunigt werden. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaFrühgeburt
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