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Forenexpertin: Annette Mittmann
Forum Schwangerschaft & Geburt
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Stand: 28. März 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Der Dammschnitt (Episiotomie) kann in drei verschiedene Richtungen erfolgen:
Für die mediane Episiotomie nimmt der Arzt oder die Hebamme den Dammschnitt entlang der Mittellinie des Damms vor.
Die Vorteile liegen darin, dass es sich bei der medianen Episiotomie um einen relativ kleinen Schnitt mit einer kleinen Naht handelt, der im Normalfall sehr gut heilt und wenig Beschwerden nach der Geburt bereitet. Es müssen keine Muskeln, größeren Gefäße, Nerven- oder Fettgewebe durchtrennt werden, die Blutung ist nur gering.
Nachteile der medianen Episiotomie bestehen darin, dass diese Schnittführung die Geburtsöffnung nur begrenzt erweitert und der Damm weiter einreißen kann.
Die mediolaterale Episiotomie ist die am häufigsten durchgeführte Schnittführung. Bei ihr nehmen Arzt oder Hebamme den Dammschnitt von der Scheidenmitte aus in einem Winkel von 45 Grad nach rechts oder links vor. Es handelt sich hierbei um die Schnittführung, welche die größte Erweiterung der Geburtsöffnung ermöglicht und damit die Gefahr für einen Dammriss erheblich senkt.
Eingesetzt wird die mediolaterale Episiotomie bei einem sehr engen Geburtskanal, einem sehr großen Kind und bei einer Zangen- oder Saugglockengeburt.
Die Nachteile des mediolateralen Dammschnitts liegen darin, dass Gefäße durchschnitten werden müssen, sodass es zu einem größeren Blutverlust kommt. Außerdem treten häufiger Wundheilungsstörungen mit Schmerzen auf.
Für die laterale Episiotomie schneiden Arzt oder Hebamme etwa zwei Zentimeter links oder rechts neben der Mittellinie des Damms. Da diese Schnittführung eine sehr schlechte Heilungstendenz hat, gilt sie mittlerweile als veraltet und wird für gewöhnlich nicht mehr verwendet.
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