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Dammriss und Dammschnitt

Dammschnitt (Episiotomie)

Stand: 2. September 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Ein Dammschnitt (Episiotomie, Episio = Schamgegend, - tomie = Schnitt) ist ein Schnitt von der Scheide aus in den Damm, der mit einer langen, geraden Schere ausgeführt wird und die Geburtsöffnung künstlich erweitert.

Mithilfe eines Dammschnitts soll verhindert werden, dass der mütterliche Damm bei einer Geburt reißt oder überdehnt wird und der Druck bei einer Frühgeburt auf den kindlichen Kopf zu groß wird. Ein Dammschnitt wird beispielsweise dann durchgeführt, wenn die mütterlichen Weichteile sehr straff und wenig nachgiebig sind, der Kopf des Babys verhältnismäßig groß ist, bei einer Zangen- oder Saugglockengeburt oder wenn die letzte Phase der Geburt beschleunigt werden soll. Nach der Geburt muss der Dammschnitt genäht werden.

Während der Dammschnitt früher routinemäßig durchgeführt wurde, ist er heute eine umstrittene Methode, da der Beckenboden dadurch geschwächt wird und dauerhafte Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auftreten können. Außerdem heilt ein Riss nachweislich genauso gut wie ein Schnitt.

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