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Brustkrebs-Früherkennung

Häufigkeit und Risikofaktoren

Stand: 24. April 2012Autor: Onmeda-Redaktion

In Deutschland ist Brustkrebs (Mammakarzinom) die häufigste Krebsart bei Frauen – pro Jahr erkranken hierzulande mehr als 71.000 Frauen an einem Mammakarzinom. Damit ist für mehr als ein Viertel aller Krebserkrankungen bei Frauen verantwortlich. Zwar sind die meisten betroffenen Frauen über 60 Jahre alt, jedoch erkranken immer häufiger Frauen unter 55 Jahre an Brustkrebs.

Die Brustkrebs-Früherkennung spielt eine wichtige Rolle bei der sogenannten Brustkrebsvorsorge von Frauen. Bei der Entstehung von Brustkrebs spielen verschiedene Risikofaktoren eine Rolle. Neben dem Alter gibt es weitere Risikofaktoren für Brustkrebs, zum Beispiel:

  • erste Regelblutung setzt früh ein; letzte Regelblutung findet spät statt
  • Übergewicht und Bewegungsmangel
  • späte oder keine Schwangerschaften
  • Hormontherapie, insbesondere die Östrogenbehandlung zur Linderung von Beschwerden im Zusammenhang mit den Wechseljahren
  • gutartige Veränderung des Brustdrüsengewebes (proliferative Mastopathie)
  • Aktiv- und Passivrauchen
  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • erbliche Veranlagung, zum Beispiel bereits an Brustkrebs erkrankte nahe Verwandte in der Familie

Wenn eins der folgenden Kriterien zutrifft, weist dies auf ein familiäres Risiko hin:

  • mindestens drei weibliche Familienmitglieder mit Brustkrebs
  • mindestens zwei Frauen in der Familie mit Brustkrebs, davon eine jünger als 51 Jahre
  • mindestens eine Verwandte mit Brustkrebs und eine andere mit Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
  • mindestens zwei Verwandte mit Eierstockkrebs
  • mindestens eine Frau in der Familie mit Brustkrebs und Eierstockkrebs
  • mindestens eine Verwandte mit Brustkrebs vor dem 36. Lebensjahr
  • mindestens eine Verwandte ersten Grads mit beidseitigem Brustkrebs vor dem 50. Lebensjahr
  • mindestens ein männlicher Verwandter mit Brustkrebs und eine Verwandte mit Brust- oder Eierstockkrebs

In solchen Fällen ist es wichtig, sich beraten zu lassen und zu erfahren, welche Art der Brustkrebs-Früherkennung empfehlenswert ist. Eventuell ist auch ein Gentest sinnvoll, um das persönliche Krebsrisiko abzuschätzen.

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