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Stand: 8. Juli 2009Autor: Onmeda-Redaktion
Der Mönchspfeffer (Vitex agnus castus), auch Keuschlamm genannt, ist ein Strauch oder Baum aus der Familie der Verbenengewächse (Verbenaceae), der vor allem in Südeuropa, Asien und Nordafrika vorkommt. Seine fleischigen, roten Beeren riechen und schmecken nach Pfeffer und wurden früher in der Klosterküche unter anderem auch als Ersatz für echten Pfeffer verwendet.
Der Mönchspfeffer kann bis zu 6 Meter hoch werden und trägt dichte, endständige Blütenstände mit kleinen Blüten in weiß, rosa, blau oder violett. Der Strauch oder Baum blüht zwischen Juli und August und ist meistens an feuchten Standorten oder Flussufern zu finden.
Die Mönchspfefferfrüchte (Agni casti fructus, Keuschlammfrüchte) enthalten ätherische Öle, Bitterstoffe, fettes Öl und sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Acubin und Agnusid.
Die Früchte des Mönchspfeffers werden seit Jahrhunderten traditionell als Naturheilmittel bei Menstruationsproblemen während oder vor der Menstruation (prämenstruelles Syndrom, PMS) und bei schmerzenden Brüsten eingesetzt. In der Homöopathie hat sich die Anwendung von Mönchspfeffer auch bei Impotenz und bei ungenügender Milchproduktion nach der Geburt (Hypogalaktie) bewährt.
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