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Eisprung (Ovulation)

Eisprung und Kinderwunsch

Stand: 25. Mai 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Die Bestimmung des Eisprungs und somit der fruchtbaren Tage dient nicht nur zur Schwangerschaftsverhütung – sie eignet sich auch zur natürlichen Familienplanung. Bei einem regelmäßigen Zyklus ist die Frau etwa fünf Tage vor und zwei Tage nach dem Eisprung fruchtbar. Die Spermien können in den weiblichen Geschlechtsorganen einige Tage überleben, sodass sie auf den Eisprung "warten" können. Andererseits überlebt die Eizelle bis zu 24 Stunden, sodass auch sie wiederum auf die Spermien "warten" kann.

Bleibt ein Eisprung dauerhaft aus, kann dies vielfache Ursachen haben:

  • Essstörungen (Über- oder Untergewicht durch Magersucht oder Bulimie)
  • Stress
  • körperliche (organische) Störungen
  • psychische Belastungen
  • Extremsport
  • gestörter Tag-Nacht-Rhythmus

Können diese Ursachen ausgeschlossen oder behoben werden und ein Eisprung bleibt weiterhin aus, ist es dem Arzt in einigen Fällen möglich, den Eisprung künstlich mithilfe von Medikamenten herbeizuführen. Auch im Rahmen einer künstlichen Befruchtung (IVF) wird der Eisprung stimuliert.

Junge oder Mädchen?

Häufig kommt die Frage auf, ob es möglich ist, das Geschlecht des Wunschkindes mithilfe des Eisprungs zu beeinflussen. Tatsache ist, dass zu bestimmten Zeiten während der fruchtbaren Tage die Chance, ein Mädchen oder einen Jungen zu zeugen, erhöht ist. So sind die Spermien, die ein X-Chromosom (also die Anlage für ein Mädchen) tragen, langlebiger als die Spermien, die ein Y-Chromosom (also die Anlage für einen Jungen) tragen. Zudem sind sie aber auch langsamer, da das X-Chromosom größer und schwerer ist als das Y-Chromosom.

Findet der Eisprung einige Zeit nach dem Geschlechtsverkehr statt, ist die Chance für ein Mädchen höher, da nun vermehrt "weibliche", langlebige Spermien (mit X-Chromosom) vorhanden sind. Die meisten "männlichen" Spermien sind nun bereits abgestorben.

Findet der Eisprung um die Zeit des Geschlechtsverkehrs herum statt, ist die Chance für einen Junger höher, da die "männlichen" Spermien (mit Y-Chromosom) schneller vor Ort sind.

Diese Fakten sind aber nur grobe Anhaltspunkte, da hier noch andere Vorgänge greifen. So kann es sein, dass zwar ein "männliches" Spermium als erstes an der Eizelle ankommt, dieses aber aufgrund komplizierter chemischer Vorgänge die Eihülle nicht durchdringen kann – ein "weibliches" Spermium, das später ankommt, dafür schon. Außerdem pausieren Spermien auf dem Weg zur Eizelle unterschiedlich häufig und lange, und nicht zuletzt spielt auch die Lebensdauer der Eizelle selbst eine große Rolle.

Es ist also nicht 100-prozentig möglich, das Geschlecht des Kindes selber festzulegen!

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Eisprung

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