Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen)

Rhythmusstörungen (Tempostörungen)

Stand: 1. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Wenn bei Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen) das Blutungsintervall verändert ist, spricht man von Tempo- beziehungsweise Rhythmusstörungen:

  • Ausbleiben der Periode (Amenorrhö): Es findet gar keine Regelblutung statt oder die Periode bleibt mehrere Monate lang aus. Bei dieser Rhythmusstörung unterscheiden Mediziner die primäre und die sekundäre Amenorrhö:
    • Eine primäre Amenorrhö liegt vor, wenn bis zum 15. Lebensjahr noch keine Periode aufgetreten ist.
    • Eine sekundäre Amenorrhö liegt vor, wenn bereits Monatsblutungen erfolgt sind und dann blutungsfreie Intervalle von drei Monaten oder mehr eintreten.
  • Verlängerter Menstruationszyklus (Oligomenorrhö): Die Periode zeigt eine normale Dauer und Stärke, aber ihr Intervall beträgt mehr als 31 Tage.
  • Verkürzter Menstruationszyklus (Polymenorrhö): Die Zykluslänge ist kürzer als 25 Tage, die Periode setzt also jedes Mal zu früh ein. Der Zyklus kann dabei sowohl regelmäßig als auch unregelmäßig verkürzt sein.

Typusstörungen

Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen), bei denen die Blutungsstärke verändert ist, bezeichnet man als Typusstörungen.

  • Sehr starke Regelblutung (Hypermenorrhö): Durch die starke Menstruationsblutung benötigen die Betroffenen mehr als fünf Monatsbinden oder Tampons pro Tag. Oft finden sich im Regelblut größere Blutklümpchen (sog. Blutkoagula).
  • Schwache Regelblutung (Hypomenorrhö): Eine zu schwache Periode tritt häufig bei Frauen auf, bei denen Wechseljahre begonnen haben, sowie manchmal bei übergewichtigen Frauen. Oft dauert die Regelblutung dann auch nur ein bis zwei Tage oder sogar nur ein paar Stunden. Häufig tritt auch nur eine Schmierblutung statt der Periode auf.
  • Übermäßig lange Regelblutung (Menorrhagie): Die Periode hat eine Dauer von mehr als sechs Tagen und ist sehr stark.
  • Unregelmäßige Regelblutung (Metrorrhagie): Neben der normalen Regelblutung kommt es zu unregelmäßigen Zwischenblutungen, die mehrere Tage (meist sechs bis zehn) andauern können.
  • Schmerzhafte Regelblutung, Regelschmerzen (Dysmenorrhö): Die Regelblutung ist schmerzhaft und mit allgemeinem Krankheitsgefühl verbunden. Tritt eine Dysmenorrhö von der ersten Monatsblutung (Menarche) an auf, spricht man von primärer Dysmenorrhö. Tritt sie im späteren Leben auf, liegt eine sogenannte sekundäre Dysmenorrhö vor.

Schmierblutung

Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen) können sich auch in Form von Schmierblutungen äußern: Eine Schmierblutung kann vor und nach der Periode auftreten, man spricht dann vom sogenannten prä- bzw. postmenstruellen Spotting. Aber auch während der Menstruation selbst sind Schmierblutungen möglich; manchmal kommt es auch nur zu einer Schmierblutung statt der Periode.

Weiterlesen: Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen): Ursachen

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