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Stand: 16. Juli 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Regelschmerzen (Dysmenorrhö) gehören zu den häufigsten Menstruationsbeschwerden – fast jede Frau leidet zeitweise oder regelmäßig unter Schmerzen während ihrer Regel. Besonders junge Frauen sind häufig davon betroffen.
Es gibt die sogenannten primären Regelschmerzen, die bereits mit der ersten Regelblutung einsetzen und keine Erkrankung als Ursache haben. Die sekundären Regelschmerzen treten erst später auf. Sie gehen auf gynäkologische Grunderkrankungen zurück und kommen vor allem bei Frauen zwischen 30 und 40 Jahren vor.
Regelschmerzen äußern sich vor allem durch kolikartige Unterleibs- und Rückenschmerzen. Betroffene Frauen fühlen sich allgemein unwohl und müde. Häufig treten weitere Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit oder Kopfschmerzen auf.
Eine allgemeingültige Strategie gegen Regelschmerzen gibt es bisher nicht, dennoch muss keine Frau die unangenehmen Begleiterscheinungen der Regelblutung einfach hinnehmen. Je nach Ursache der Regelschmerzen gibt es viele Möglichkeiten, diese zu behandeln. Liegt den Regelschmerzen keine Erkrankung zugrunde, können schmerzstillende Medikamente (wie Ibuprofen) oder krampflösende Wirkstoffe (wie Butylscopolamin) die Beschwerden lindern. Aber auch einfache Maßnahmen wie Wärme können kurzfristig Abhilfe bei Regelschmerzen schaffen. Insbesondere bei primären Regelschmerzen helfen oft auch Hormone, zum Beispiel die Antibabypille.
Regelschmerzen entstehen normalerweise durch zu starke Muskelkontraktionen der Gebärmutter, hervorgerufen durch den körpereigenen Botenstoff Prostaglandin. Bei der Diagnose klärt der Arzt ab, ob es eventuell eine organische Ursache für die Regelschmerzen gibt, denn auch Erkrankungen im Unterleib, zum Beispiel Endometriose, können Regelschmerzen verursachen. Diese erfordern jedoch eine andere Therapie. Bei sekundären Regelschmerzen richtet sich die Therapie nach der Grunderkrankung, welche die Regelschmerzen verursacht.
Regelschmerzen lassen sich nur bedingt vorbeugen. Ein gesunder Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung und viel Bewegung wirken positiv. Auch Hormone, zum Beispiel die Antibabypille, können Regelschmerzen in gewissem Maße vorbeugen.
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