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Regelschmerzen (Dysmenorrhö)

Regelschmerzen: Ursachen

Stand: 31. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Regelschmerzen (Dysmenorrhö) lassen sich in zwei Arten mit jeweils verschiedenen Ursachen einteilen:

  • Primäre Dysmenorrhö: Regelschmerzen, die bereits seit der ersten Regelblutung auftreten
  • Sekundäre Dysmenorrhö: Regelschmerzen, die nach der ersten Regelblutung auftreten

Primäre Regelschmerzen sind wahrscheinlich auf Hormone als Ursachen zurückzuführen. Sekundäre Regelschmerzen haben dagegen körperliche Grunderkrankungen als Ursachen.

Primäre Regelschmerzen (primäre Dysmenorrhö)

Bei primären Regelschmerzen (primäre Dysmenorrhö) sind im Allgemeinen keine körperlichen Erkrankungen die Ursachen. Vielmehr sind körpereigene Botenstoffe Auslöser der Regelschmerzen, die sogenannten Prostaglandine . Eine wichtige Rolle spielt dabei die Arachidonsäure, eine Vorstufe der Prostaglandine. Sie entsteht in größeren Mengen im Laufe des Menstruationszyklus. Dabei sorgen Östrogene und Gestagene dafür, dass die Schleimhaut der Gebärmutter dicker wird. Während der Regelblutung wird die Arachidonsäure in die Prostaglandine umgewandelt. Diese bewirken, dass sich die Gebärmuttermuskulatur zusammenzieht. Die Schleimhaut wird dadurch abgestoßen. Durch das Zusammenziehen wird das Gewebe weniger durchblutet und dadurch schlechter mit Sauerstoff versorgt. Dadurch entstehen bei einigen Frauen die typischen Schmerzen.

Begünstigende Faktoren für primäre Regelschmerzen sind unter anderem:

  • frühe erste Regelblutung (Menarche): vor dem Ende des zwölften Lebensjahrs
  • Body-Mass-Index (BMI) unter 20 (d.h. ein relativ niedriges Körpergewicht)
  • lange Menstruationszyklen mit langer oder starker und unregelmäßiger Blutungsdauer
  • Regelschmerzen bei Familienangehörigen
  • ungesunde Lebensweise (Rauchen, Alkohol)

Sekundäre Regelschmerzen (sekundäre Dysmenorrhö)

Sekundäre Regelschmerzen (sekundäre Dysmenorrhö) können bei krankhaften Veränderungen im Becken auftreten wie bei einer Gebärmutterentzündung oder bei Myomen (Gebärmuttergeschwulsten). Eine weitere häufige Ursache für Regelschmerzen ist die Endometriose . Etwa zehn Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter leiden an dieser Wucherung der Gebärmutterschleimhaut. In vielen Fällen wird sie nicht als Ursache für Regelschmerzen erkannt. Treten häufig oder regelmäßig Menstruationsbeschwerden und -störungen auf, sollte daher stets eine Endometriose mittels ausreichender Diagnostik ausgeschlossen werden. Sekundäre Regelschmerzen können außerdem Folge mechanischer Verhütungsmittel im Bereich des Gebärmutterhalses sein (z.B. durch eine Spirale).

Weiterlesen: Regelschmerzen: Symptome

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