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Stand: 31. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Regelschmerzen (Dysmenorrhö) sind eines der häufigsten gynäkologischen Probleme. Einige Frauen leiden sogar unter so starken Regelschmerzen, dass sie zeitweise nicht zur Arbeit gehen oder alltägliche Tätigkeiten wie den Haushalt verrichten können.
Je nach Ursache lassen sich zwei Arten der Regelschmerzen unterscheiden:
Der im Durchschnitt 28-tägige Menstruationszyklus entsteht durch das Wechselspiel verschiedener Hormone aus dem Gehirn (Gonadotropinen) und weiblicher Geschlechtshormone (Östrogene und Gestagene), die vor allem in den Eierstöcken produziert werden. Die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) bildet die Gonadotropine und gibt sie ins Blut ab. Von dort gelangen sie in die Eierstöcke. Dort regen sie die Produktion der Eizellen an und sorgen dafür, dass während der Zyklusmitte der Eisprung stattfindet. Die Gebärmutterschleimhaut ist nach der Regelblutung dünn. Während des neuen Zyklus sorgen Östrogene und Gestagene dafür, dass sie zu einer dicken, gut durchbluteten Schicht heranwächst – ideale Bedingungen für eine befruchtete Eizelle, um sich einzunisten und damit für eine mögliche Schwangerschaft. Wird die Eizelle nicht befruchtet, produzieren die Eierstöcke weniger Östrogene und Gestagene. Dann löst sich die in der ersten Zyklushälfte in der Gebärmutter aufgebaute Schleimhaut ab und wird mit der Regelblutung ausgeschieden.
Einige Frauen leiden bereits ab dem Auftreten der ersten Regelblutung unter Regelschmerzen (primäre Dysmenorrhö) – insbesondere sehr junge sowie sehr schlanke Mädchen und Frauen sind betroffen. Auch während der Pubertät beziehungsweise vor der ersten Schwangerschaft kommen Regelschmerzen gehäuft vor. Insgesamt leiden zwischen 60 und 90 Prozent aller Mädchen und jungen Frauen unter Regelschmerzen, welche sich jedoch bei vielen Frauen mit zunehmendem Alter zurückbilden.
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