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PMS (prämenstruelles Syndrom): Therapie

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine NagelMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Beim PMS (prämenstruelles Syndrom) kann eine Therapie erforderlich sein, wenn die Beschwerden die betroffene Frau regelmäßig in ihrem Alltag einschränken. Nicht jede Form eines prämenstruellen Syndroms erfordert daher eine Therapie.

Zur Therapie leichter PMS-Beschwerden kommen zum einen Entspannungsmethoden wie autogenes Training, Yoga oder progressive Muskelentspannung infrage. Auch orale Verhütungsmittel (Antibabypille) mit bestimmten Hormonen (Gestagenen) können die Beschwerden lindern, besonders wenn durch sie der Eisprung unterdrückt wird. Gegen Schmerzen während des PMS können Entzündungshemmer (Antiphlogistika wie Ibuprofen) sowie entwässernde Maßnahmen (z.B. salzarme Kost, Diuretika wie Spironolacton) helfen. Als pflanzliche Mittel gegen PMS-Beschwerden können Mönchspfeffer und Wolfstrapp helfen.

Eine ausgewogene Ernährung sowie ein Rauchverzicht zusammen mit ausreichend Bewegung können sich ebenfalls positiv auf die PMS-Beschwerden auswirken. Gleiches soll für die Einnahme von Magnesium und Vitamin B gelten. In der Ernährung kann es einigen Frauen helfen, auf Alkohol, Koffein und schwer verdauliche Lebensmittel zu verzichten. Es ist auch sinnvoll, auf ein gesundes Gewicht zu achten: Übergewichtige Frauen leiden öfter an PMS.

In Einzelfällen können psychotherapeutische Gespräche oder eine Verhaltenstherapie sinnvoll sein, um die Beschwerden des PMS zu lindern. Je nach Ausprägung der psychischen Beschwerden durch das PMS ist eine Behandlung mit Antidepressiva (z.B. Amitriptylin) möglich.

Unabhängig davon, ob leichte Beschwerden mit sanften Mitteln oder stärkere Beschwerden mit Medikamenten behandelt werden: Sprechen Sie sich immer mit Ihrem Arzt ab, welche PMS-Therapie für Sie infrage kommt. Die Therapie wird dann gestaffelt erfolgen: Zunächst werden die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, wenn möglich, geändert. Hat das keine Auswirkung auf das PMS, kommen weitere Maßnahmen ins Spiel bis hin zur medikamentösen Therapie.

Weiterlesen: PMS (prämenstruelles Syndrom): Verlauf

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