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Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Durch Einsatz von Chemo- und/oder Strahlentherapie ist es für die Chirurgen heutzutage meistens möglich, eine brusterhaltende Operation durchzuführen.
Das Risiko, dass der Tumor wieder auftritt (Rezidiv), ist nach einer brusterhaltenden Operation im Vergleich zu einer kompletten Brustentfernung zwar erhöht – lässt sich durch die anschließende Bestrahlung des verbleibenden Brustgewebes jedoch wieder deutlich senken. Auch die Langzeit-Überlebensraten bei einem Mammakarzinom verbessern sich durch eine Strahlentherapie erheblich. Daher schließt sich an eine brusterhaltende Operation auch eine Bestrahlung an.
Für die Brustkrebs-Therapie ist es auch entscheidend, ob sich der Krebs schon in Lymphknoten in der Achselhöhle (axilläre Lymphknoten) ausgebreitet hat. Um dies festzustellen, kommen zwei Vorgehensweisen infrage: Entweder entnimmt und untersucht der Arzt direkt mehrere Lymphknoten und untersucht sie. Alternativ wählt er die sogenannte Sentinel-Node-Biopsie: Dabei spritzt der Arzt der betroffenen Frau vor der Operation eine radioaktiv markierte Substanz (Radionuklid) in die Nähe des Tumorgewebes und prüft anschließend mit einem Messgerät, ob sich der radioaktive Stoff in einem Lymphknoten angereichert hat. Der erste Lymphknoten, der das Radionuklid speichert, wird Wächterlymphknotenoder englisch Sentinel-Node genannt. Er wird entfernt und umgehend untersucht. Nur wenn er von Krebszellen befallen ist, entfernt der Arzt auch die anderen Lymphknoten.
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