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Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Ergebnisse aller Untersuchungen erlauben es, den Tumor in das sogenannte TNM-Schema – Tumorgröße, Lymphknotenbefall (engl. node = Knoten), Metastasenbildung – einzuordnen, aus dem sich wiederum eine Einteilung in Stadien ergibt. Diese Stadieneinteilung bestimmt zusammen mit der Gewebeuntersuchung (Histologie) zum einen die Prognose der Krebserkrankung, zum anderen entscheidet sie über die Behandlungsstrategie.
Tumoren der Brust lassen sich grob unterteilen in:
Stellt der Arzt ein sogenanntes duktales Karzinom in situ (DCIS) als Diagnose fest, bedeutet dies, dass in den Milchgängen Vorstufen eines Mammakarzinoms vorhanden sind oder sehr eine sehr frühe Brustkrebsform. Der Tumor ist noch auf die Milchgänge beschränkt und wächst nicht in anderes Gewebe hinein. In diesem frühen Stadium kann der Brustkrebs noch keine Tochtergeschwulste (Metastasen) bilden.
Die DCIS-Diagnose stellt der Arzt mithilfe der Mammographie: Auf dem Mammogramm erkennt er winzige Kalkablagerungen (Mikrokalk), wenn ein DCIS vorhanden ist. In diesem Fall entnimmt der Arzt etwas Gewebe (Biopsie), um die DCIS-Diagnose zu sichern.
Auch in den Milchdrüsen können Vorstufen und frühe Brustkrebsformen auftreten. Mediziner sprechen dann von einem lobulären Karzinom in situ (LCIS). Die LCIS-Diagnose erfolgt auf dieselbe Weise wie die DCIS-Diagnose über eine Mammographie und eine Biopsie.
Eine besondere Form von Brustkrebs ist das entzündliche (inflammatorische) Karzinom: Dabei brechen Tumorzellen in die unter der Haut gelegenen Lymphbahnen ein und verursachen einen Lymphstau mit Schwellung ausgedehnter Hautbereiche. Die Haut ähnelt dann dem Aussehen einer Orange ("Orangenhaut") oder zeigt eine entzündungsähnliche Rötung. Das inflammatorische Karzinom erfordert eine intensive Chemotherapie mit einer anschließenden Operation und/oder Bestrahlung.
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