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Brustkrebs (Mammakarzinom)

Brustkrebs (Mammakarzinom): Diagnose

Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Jeden Verdacht auf Brustkrebs (Mammakarzinom) sollte die betroffene Frau ärztlich abklären lassen – eine frühe Diagnose erhöht die Erfolgschancen der Therapie deutlich. Zunächst erfragt der Arzt die Krankengeschichte (Anamnese) und tastet beide Brüste sowie die Achselhöhlen und die Schlüsselbeingruben genau ab. Danach folgen zunächst eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) sowie eine Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie).

Mithilfe der Mammographie lassen sich gutartige von bösartigen Veränderungen abgrenzen, Größe und Anzahl der Veränderungen bestimmen und Mikroverkalkungen erkennen. Mikrokalk sammelt sich in den Gängen des Brustdrüsengewebes an und ist ein indirekter Hinweis für einen möglicherweise noch sehr kleinen Tumor. Mikrokalk ist aber nicht immer ein Hinweis auf Brustkrebs: In etwa 80 Prozent der Fälle ist kein Mammakarzinom vorhanden.

Eine Ultraschalluntersuchung in Kombination mit der Mammographie erhöht die Sicherheit der Brustkrebs-Diagnose. Um endgültig sagen zu können, ob die Veränderungen gut- oder bösartig sind, entnimmt der untersuchende Arzt mit einer Nadel eine Gewebeprobe (Biopsie). Mögliche Verfahren hierbei sind:

  • Exzisionsbiopsie: Auffällige Veränderungen, die leicht zu erreichen sind, werden komplett herausgeschnitten (Exzision=Ausschneidung)
  • Stanzbiopsie: Entnahme einer Gewebeprobe mithilfe einer Hohlnadelstanze unter Ultraschallsicht
  • Vakuumbiopsie: Entnahme einer Gewebeprobe unter Bildüberwachung, z.B. Röntgen, mit einer etwa drei Millimeter dünnen Hohlnadel, in der sich ein winziges Hochgeschwindigkeitsmesser befindet
  • Feinnadelbiopsie bei bereits tastbaren Knoten: Entnahme einzelner Zellen mithilfe von sehr dünnen Nadeln

Der Pathologe untersucht das Gewebe anschließend auf Krebszellen. Mithilfe der mikroskopischen Gewebeuntersuchung (Histologie) kann der Arzt Brustkrebs nicht nur feststellen – liegt ein Mammakarzinom vor, erhält er gleichzeitig auch Aufschluss über den Tumortyp und den Grad seiner Aggressivität (sog. Grading).

In Einzelfällen setzt der Arzt auch eine Magnetresonanztomographie (MRT) Brustkrebs-Diagnose ein.

Patientinnen mit einem Mammakarzinom und einem hohen Risiko für Metastasen (Tochtergeschwulsten), zum Beispiel in Lunge, Leber oder Knochen, müssen sich weiteren Untersuchungen unterziehen. Hierzu zählen beispielsweise eine Röntgenuntersuchung der Lunge, die nuklearmedizinische Untersuchung der Knochen (Knochenszintigraphie) und eine Ultraschalluntersuchung der Leber, die Hinweise auf möglicherweise vorhandene Tochtergeschwulste geben.

Die Tumormarker CEA und CA 15-3 sind körpereigene Stoffe, die im Zusammenhang mit Brustkrebs vermehrt im Blut auftreten. Diese bestimmt der Arzt vor allem im Verlauf einer Krebserkrankung. Diese Werte können darauf hinweisen, ob ein Mammakarzinom unter Umständen wieder aufgetreten ist (sog. Rezidiv).

Weiterlesen: Brustkrebs (Mammakarzinom): Diagnose – Einordnung des Tumors

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