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Wüssten Sie’s?

Autor: Onmeda-Redaktion

Medizinische Fragen einfach erklärt

"Wie schütze ich mich vor einer Infektion durch Salmonellen in Lebensmitteln?"

Der Frühling beginnt, die Temperaturen steigen und mit ihnen das Risiko, sich eine Infektion durch Salmonellen einzufangen. Denn diese Bakterien vermehren sich in wärmerem Klima – ideal sind Temperaturen zwischen 10 und 40 Grad Celsius – besonders gut und gerne. Mehr als 200.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an einer Infektion durch Salmonellen. Nicht selten finden sich die Übeltäter in Nachspeisen und hausgemachten Salaten. Eine Salmonellen-Infektion äußert sich durch unangenehme Symptome wie Durchfall, Erbrechen, Fieber und Kopfschmerzen, die für ältere Menschen und Kinder mitunter sogar lebensbedrohlich werden können.

Fisch auf Eis

Grund genug, bei Zubereitung und Lagerung vorsichtig zu sein. Erst einmal empfiehlt es sich, gefährdete Lebensmittel ausreichend zu kühlen. Das tötet die Salmonellen nicht, bremst aber ihr Wachstum. Zu den gefährdeten Lebensmitteln zählen Fisch und Fleisch, hier besonders Wild, Geflügel und Hackfleisch. Auch auf Salaten und Gemüse können sich Salmonellen tummeln, wenn man in der Küche nicht aufpasst. Wenn Sie beispielsweise auf demselben Schneidebrett die Tomaten für den Salat schneiden, auf dem Sie auch das Hühnchen vorbereitet haben, dann können Salmonellen übertragen werden.

Deswegen: Fisch, Fleisch und Geflügel immer getrennt von Salat und Gemüse zubereiten. Falls sie tiefgefroren sind, sollten sie im Kühlschrank aufgetaut und anschließend gut durchgegart werden. Denn Salmonellen geht es erst bei Temperaturen zwischen 70 und 80 Grad Celsius an den Kragen. Für Speisen, die rohe Eier enthalten, sollten nur frische Eier verwendet werden. Rühr- oder Spiegeleier werden solange erhitzt, bis das Eigelb geronnen ist. Das gute, alte Frühstücksei verbringt mindestens fünf Minuten in kochendem Wasser, bevor man es verzehrt.

Zwischen einzelnen Zubereitungsschritten empfiehlt es sich, Küchengeräte und Arbeitsplatz gründlich mit heißem Wasser und Reinigungsmitteln zu säubern. Unabhängig davon sollten Spüllappen, Spülschwämme und Spülbürste häufiger gewechselt werden. Hier sammeln sich mit der Zeit Salmonellen an. Tauschen Sie Spülschwämme wenigstens einmal die Woche aus oder lassen Sie in der Spülmaschine bei 65 Grad Celsius mitlaufen. Spüllappen wechseln Sie am besten täglich und waschen sie bei 60 Grad Celsius. Auch in puncto Küchenequipment sollten Sie nach Möglichkeit etwas verändern. Ersetzen Sie Schneidebretter aus Holz durch solche aus Plastik. Der Grund: Die Risse in Holzschneidebrettern quellen beim Spülen auf, schließen vorhandene Salmonellen in den winzigen, entstehenden Hohlräumen ein und schützen sie vor dem nahenden Spülschwamm. Ist das Holz getrocknet ist, öffnen sich die Risse wieder und die Salmonellen können unbeschadet neue Lebensmittel besiedeln.

Für die persönliche Hygiene gilt: Vor, während und nach dem Kochen die Hände immer wieder mit heißem Wasser und Seife waschen. Offene Wunden sollten nie in Kontakt mit Lebensmitteln, egal welcher Art, treten und man sollte während der Zubereitung und auch danach, darauf achten, nicht auf Speisen zu husten oder zu niesen. Wenn Sie diese Regeln in Zukunft beherzigen, dann steht dem gesunden, salmonellenfreien Kochgenuss nichts mehr im Wege. Guten Appetit!

Signatur Thomas Kresser
Thomas Kresser (ehem. Chefredakteur)

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