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Wüssten Sie’s?

Autor: Onmeda-Redaktion

Medizinische Fragen einfach erklärt

"Ist es wahr, dass Kaffee vor Diabetes schützt?"

Den unbestätigten Angaben eines namhaften Schweizer Kaffeekonzerns zufolge trinkt jeder Bundesbürger im Durchschnitt 731 Tassen Kaffee pro Jahr. Eine Menge, die fast zwangsläufig Fragen nach Wirkungen, Konsequenzen und gesundheitlichen Folgen des Kaffeekonsums aufwirft. Es wundert daher nicht, dass sich eine Vielzahl von Wissenschaftlern mit der Wirkung des bitteren, schwarzen Gebräus befasst hat und wohl auch weiterhin befassen wird. Die Ergebnisse sind dabei höchst unterschiedlich und reichen von schädlich bis gesundheitsfördernd.

Kaffeebohnen

Mark Pereira von der University of Minnesota hat den Kenntnisstand rund um die Kaffeebohne um eine weitere Facette bereichert. Er stellte sich die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Diabetes mellitus. In einer Langzeitstudie befragte er mehr als 28.000 Frauen zu ihrem täglichen Kaffeekonsum. Es stellte sich heraus, dass unter den Frauen, die viel Kaffee tranken – im Durchschnitt mehr als sechs Tassen täglich – auffällig wenige an Diabetes erkrankt waren. In der Gruppe der Nicht-Kaffee-Trinker waren dagegen ausgesprochen viele Frauen an Diabetes erkrankt. In Zahlen ausgedrückt: Bei dauerhaft hohem Konsum von normalem, koffeiniertem Kaffee sank das Erkrankungsrisiko um 22 Prozent, bei entkoffeiniertem Kaffee sogar um 33 Prozent.

Die Wissenschaftler führen die gesundheitsfördernde Wirkung auf den positiven Einfluss der in Kaffeebohnen enthaltenen Mineralstoffe und Antioxidantien, wie etwa die so genannten Polyphenole, zurück. Alle Substanzen greifen wahrscheinlich auf unterschiedlichen Wegen in den Stoffwechsel ein und beschleunigen dort die Zuckerverarbeitung. Hoher Kaffeekonsum kann also vor dem Risiko, an Diabetes mellitus zu erkranken, schützen. Ob Kaffee insgesamt eher schädlich oder eher gesundheitsfördernd ist, bleibt jedoch weiterhin offen. Deswegen gilt: Besser Kaffee in Maßen genießen und mit einer ausgewogenen, gesunden Ernährung kombinieren. Das ist mit Sicherheit gesundheitsfördernd!

Signatur Thomas Kresser
Thomas Kresser (ehem. Chefredakteur)

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