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Wasserhaushalt des Körpers

Funktion des Wassers

Stand: 6. November 2007Autor: Onmeda-Redaktion

Die Aufgaben des Wassers im menschlichen Körper sind vielfältig. Wasser ermöglicht den Stoffwechsel, indem es als Lösungs- und Transportmittel von Substanzen dient und ist für die Wärmeregulierung verantwortlich.

Lösungs- und Transportmittel

Der Hauptanteil des Wassers, das ein Mensch täglich aufnimmt, wird für den Transport von Nährstoffen in die Zellen sowie für den Abtransport und die Ausscheidung von Abbauprodukten und Salzen über Gefäße und die Niere benötigt. Viele Stoffwechselprodukte können nur ausgeschieden werden, wenn sie in einer bestimmten Konzentration im Wasser gelöst sind, wenn also ausreichend Flüssigkeit im Körper vorhanden ist.

Wärmeregulierung – Die Haut als Klimaanlage

Eine wichtige Aufgabe des Wassers ist die Regulierung der Körpertemperatur. Neben anderen Regulationsmechanismen trägt auch das Schwitzen dazu bei, die Körpertemperatur konstant auf 37°C zu halten, unabhängig davon, wie kalt oder warm es außerhalb des Körpers ist. Dies ist notwendig, da der menschliche Organismus nur unter einer konstanten Temperatur reibungslos funktionieren kann. Würde der Körper die ständig anfallende Wärme nicht abgeben, käme es schnell zur Temperaturerhöhung, die bei über 41°C zum tödlichen Hitzschlag führen kann.

Auf der Haut befinden sich etwa zwei Millionen Schweißdrüsen. Bei sportlicher Betätigung wird viel überschüssige Wärme produziert, die der Körper abgeben muss, um nicht zu überhitzen. Durch den Vorgang des Schwitzens wird zunächst Wasser auf der Haut verteilt. Dieser Wasserfilm verdunstet mithilfe der überschüssigen Körperwärme, die sich dadurch verbraucht. Es entsteht die so genannte Verdunstungskälte.

Die richtige Körpertemperatur wird im Gehirn fortwährend überprüft und durch Kälte- und Wärmerezeptoren in der Haut reguliert. Wieviel Wasser bei der Schweißsekretion jeweils abgegeben wird, hängt unter anderem von der Dauer und der Intensität der körperlichen Belastung ab. Ein Sportler von 70 Kilogramm Körpergewicht kann bis zu 1,8 Liter Schweiß pro Stunde abgeben.

Auch klimatische Bedingungen beeinflussen die Schweißsekretion. Wenn bei schwülem Wetter die Luft besonders starkt mit Wasserdampf gesättigt ist, kann der Körper weniger Wasser abgeben, da der Schweiß nicht optimal verdunsten kann. In der Folge ist die Wärmeabgabe des Körpers verlangsamt, die Körpertemperatur kann bis zum Fieber ansteigen. Schlimmstenfalls droht die Gefahr eines Hitzschlags.

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