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Forenexpertin: Dr. Sabine Ellinger
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Functional FoodAnwendungsgebiete und InhaltsstoffeStand: 28. August 2008Autor: Onmeda-Redaktion Grundsätzlich gehen Ernährungswissenschaftler davon aus, dass jegliche Nahrungskomponente zum wirksamen Bestandteil von Functional Food (funktionellen Lebensmitteln) gemacht werden kann, solange sich ihr Nutzen für die Gesundheit wissenschaftlich belegen lässt. Das Spektrum an Inhaltsstoffen ist daher ebenso unbegrenzt wie die Palette potenzieller, neuer Lebensmittel-Produkte. Im Produktangebot von Functional Food finden sich derzeit Substanzen, die sich auf spezifische Anwendungsgebiete konzentrieren:
Phytosterole (Pflanzensterole)Phytosterole (auch Pflanzensterole oder Pflanzensterine genannt) sind natürliche Inhaltsstoffe in Pflanzenölen, Nüssen, Saaten, Getreide, Obst und Gemüse und werden zu den sekundären Pflanzenstoffen gezählt. Sie vermindern die Aufnahme von Cholesterin aus tierischer Nahrung durch den Darm und senken so die Cholesterinkonzentration im Blut. Sie finden sich zum Beispiel in bestimmten Margarine-Sorten, die gezielt mit Phytosterolen angereichert werden. Für Personen mit stark erhöhten Cholesterinwerten können solche funktionellen Lebensmittel eine Möglichkeit darstellen, um die Dosis cholesterinsenkender Medikamente zu reduzieren. Eine solche Option sollte allerdings unbedingt vorab mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden. Grundsätzlich gilt, dass man pro Tag nicht mehr als drei Gramm Phytosterole zu sich nehmen sollte, weil sonst zum Beispiel die Aufnahme von Carotinoiden gefährdet ist. Ein dauerhaft überhöhter Cholesterinspiegel kann die Entstehung von Arteriosklerose begünstigen. Sorbit gegen KariesSorbit (ein 6-wertiger Zuckeralkohol) kommt in Früchten wie zum Beispiel Vogelbeeren und Pflaumen vor. In der Lebensmitteltechnik wird der Süßstoff Sorbit mithilfe von Enzymen aus Glukose hergestellt und zur Herstellung von zuckerfreien oder zuckerreduzierten Süßigkeiten, Backwaren sowie Lebensmitteln für Diabetiker verwendet. Die Reduktion des Zuckeranteils in Lebensmitteln kann das Kariesrisiko reduzieren. Höchstmengenangaben für den Verzehr von Sorbit gibt es nicht. Menschen mit Fruktoseintoleranz dürfen Sorbit nicht verwenden, da Sorbit im Körper wie Fruktose (Fruchtzucker) abgebaut wird. Omega-3-FettsäurenFischarten wie Makrele oder Lachs sind von Natur aus reich an Omega-3-Fettsäuren. Zusätzlich gibt es Lebensmittel, denen Omega-3-Fettsäuren künstlich zugesetzt werden, wie zum Beispiel Omega-3-Brot und Omega-3-Eier. Omega-3-Fettsäuren gehören sowohl zu den ungesättigten als auch zu den essenziellen, das heißt lebensnotwendigen, Fettsäuren. Im Unterschied zu anderen Fettsäuren können Omega-3-Fettsäuren nicht vom Körper selbst hergestellt werden. Der regelmäßige Verzehr von Lebensmitteln, die Omega-3-Fettsäuren enthalten, kann sich gesundheitsfördernd auswirken. Sowohl Blutdruck als auch Blutfettwerte können abgesenkt werden, während die Durchblutung gefördert wird. Zusätzlich können sich Omega-3-Fettsäuren positiv auf bestimmte chronische Erkrankungen wie zum Beispiel Schuppenflechte (Psoriasis) auswirken. Probiotika, Präbiotika und SynbiotikaBei Probiotika handelt es sich um bestimmte Bakterienstämme, die als Bestandteil von Functional Food in ausreichender Menge lebend in den Darm gelangen sollen, um sich dort positiv auf die Darmfunktion auszuwirken. Probiotika werden unterschiedlichen Lebensmitteln wie zum Beispiel Joghurt, Müsli und Wurstwaren zugesetzt. Zu den Probiotika zählen vor allem Milchsäurebakterien wie Lactobacillus casei, Lactobacillus acidophilus sowie Bifidobacterium bifidum. Präbiotika sind in Lebensmitteln enthaltene oder diesen zugesetzte nicht verdauliche Substanzen wie zum Beispiel Fruktose- und Laktoseoligosaccharide. Sie kommen unter anderem in Gemüsesorten wie Knoblauch oder Zwiebeln, aber auch in Milch und Joghurt vor. Präbiotika dienen den probiotischen Mikroorganismen als Nahrung und fördern so deren Vermehrung im Darm. Als Synbiotika werden Lebensmittel bezeichnet, in denen sowohl Pro- als auch Präbiotika gleichzeitig vorkommen. Für bestimmte Probiotika konnte eine krankheitsverkürzende Wirkung bei Durchfallerkrankungen und eine Linderung der Symptome bei Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) nachgewiesen werden. Koffein, Taurin, Glucuronlacton und InositKoffein, Taurin, Glucuronlacton und Inosit finden sich in wechselnder Zusammensetzung in Sport- und Energydrinks. Taurin, Glucuronlacton und Inosit kann der Körper in ausreichender Menge selbst produzieren. Es bedarf also keines zusätzlichen Verzehrs. Tatsache ist, dass weder die körperliche noch die geistige Leistungssteigerung der Soft- und Energydrinks wissenschaftlich belegt ist. Der Koffeingehalt eines Energydrinks ist dem einer Tasse Kaffee vergleichbar. Eine Ausnahme bilden Guarana-Drinks, welche die bis zu vierfache Menge an Koffein enthalten. Gerade für Kinder sind diese Getränke aufgrund des hohen Koffeingehalts ungeeignet. Antioxidativ wirksame VitamineVitamin A (Retinol), Vitamin C (Ascorbinsäure) und Vitamin E (Tocopherol) zählen zu den antioxidativ wirksamen und damit zellschützenden Vitaminen. Eine regelmäßige und ausreichende Aufnahme dieser Vitamine kann der Entstehung von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Vor allem Erfrischungsgetränke, so genannte ACE-Drinks, werden mit dieser Vitamin-Kombination angereichert. Da die Vitamine A, C und E in der Regel in ausreichender Menge mit der täglichen Nahrung aufgenommen werden, ist deren zusätzliche Aufnahme durch ACE-Drinks bei ausgewogener Ernährung überflüssig. Zu den natürlichen Vitamin-A-Quellen zählen vor allem Milch, Leber, Eigelb, Fisch sowie verschiedene Obst- und Gemüsesorten. Während Vitamin C in Obst, Gemüse und Fruchtsäften vorkommt, findet sich Vitamin E in Getreide, Getreideprodukten und pflanzlichen Ölen. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung trägt auch zu einer angemessenen Versorgung mit allen Vitaminen und damit zu einer dauerhaften Gesundheit bei. Jodiertes SpeisesalzJodiertes Speisesalz trägt dazu bei, den täglichen Bedarf an dem essenziellen Spurenelement Jod zu decken und auf diese Weise einem Jodmangel vorzubeugen. Ein Mangel an Jod kann zu einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) führen, die sich in Symptomen wie Müdigkeit, Antriebsarmut oder Abgeschlagenheit äußert. Ernährungsexperten empfehlen deshalb die Verwendung von jodiertem Speisesalz, da die erhältlichen Lebensmittel mit Ausnahme von Seefisch jodarm sind. In vielen verarbeiteten Lebensmitteln, wie zum Beispiel Brot, wird deshalb anstelle von herkömmlichem Kochsalz Jodsalz zugesetzt – dies muss allerdings auf der Packung deklariert werden. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaFunctional Food
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