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Tee

Wirkung von Tee

Stand: 5. Oktober 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Echter Tee, der aus dem Teestrauch Camellia sinensis gewonnen wird, enthält Koffein. Beim Aufgießen des Tees gelangt eine große Menge des Koffeins in das Getränk – der Tee hat in den ersten ein bis zwei Minuten eine anregende Wirkung.

Bei einer längeren Ziehzeit verbindet sich das Koffein mit den im Tee enthaltenen Gerbstoffen (Tanninen). Diese Verbindung nimmt der menschliche Körper nur in geringfügiger Menge auf, sodass Koffein im Tee, der länger gezogen hat, kaum noch Wirkung zeigt.

Man sieht verschiedenfarbige Tees in Tassen.
Teevielfalt: Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Die Gerbstoffe im Tee wirken leicht stopfend und beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt. Jedoch verbinden sich die Gerbstoffe auch mit Eisen, sodass die Eisenaufnahme dadurch erschwert sein kann. Man empfiehlt daher, Tee nicht direkt zu den Mahlzeiten zu trinken. Gerbstoffe wirken außerdem entzündungshemmend und hemmen das Wachstum von Mikroorganismen.

Studien haben ergeben, dass Tee das Risiko vermindert, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Auch Kaffee hat diesen Effekt. Das Koffein scheint hierbei keine Rolle zu spielen. Welche Substanzen jedoch für die schützende Wirkung verantwortlich sind, ist noch nicht abschließend erforscht.

Es gibt im Handel diverse Arzneitees, die aus einer oder mehreren Heilpflanzen bestehen und bei verschiedenen Beschwerden helfen können – ob Blasenbeschwerden, Gallenleiden oder Magenschmerzen.

Schwarzer Tee

Wer schwarzen Tee trinkt, stärkt seine Zähne, denn im Getränk ist viel Fluorid enthalten. Allerdings können auch Zahnverfärbungen durch den Tee entstehen. Personen mit Magenbeschwerden, wie zum Beispiel einem Magengeschwür oder einer Magenschleimhautentzündung, sollten schwarzen Tee nur in Maßen genießen. Zudem kann schwarzer Tee bei empfindlichen Personen Migräne oder eine Allergie zur Folge haben.

Grüner Tee

Grüner Tee enthält viel Vitamin C. Im Vergleich zu schwarzem Tee befindet sich in grünem Tee zudem mehr Betacarotin und Vitamin B. Grüner Tee kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Er senkt außerdem den Blutdruck und stärkt das Immunsystem.

Möglicherweise schützt grüner Tee auch vor Krebs – insbesondere vor Darmkrebs. Die präventive Wirkung schreiben Forscher dem Pflanzenhormon Epigallocatechin-3-gallat (EGCG) zu, welches in grünem Tee enthalten ist. In einer Langzeitstudie untersuchen deutsche Wissenschaftler derzeit, inwieweit man mit grünem Tee einem Darmkrebs vorbeugen kann. Dabei behandeln sie Teilnehmer, die Darmpolypen aufweisen. Darmpolypen sind gutartige Vorstufen von Darmkrebs. Das Projekt wird von der Deutschen Krebshilfe unterstützt.

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