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Autor: Onmeda-Redaktion
Rotwein ist in vieler Munde: Ein Glas Spätburgunder oder Portugieser zum Essen ist für viele Menschen ein beliebter Gaumenschmaus. Rotwein besticht nicht nur durch seinen Geschmack – ihm wird auch eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen, vorausgesetzt, man konsumiert ihn in Maßen. Doch fördert Rotwein die Gesundheit wirklich?
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In Frankreich gehört Rotwein zur Lebensart dazu und kommt viel häufiger ins Glas als hierzulande. Trotz ähnlicher Risikofaktoren scheinen die Franzosen gesünder zu sein als die Deutschen – so sollen sie unter anderem seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Dieses Phänomen bezeichnet man auch als französisches Paradoxon: Die Menschen in Frankreich essen zwar fettreicher als viele andere Nationen, sind aber dennoch herzgesünder. Wissenschaftler schreiben dies den positiven Effekten des Rotweins zu – denn Rotwein enthält Stoffe, die die Gesundheit fördern können. So soll Rotwein beispielsweise vor Krebs oder Herzinfarkt schützen. Allerdings: Auf das Maß kommt es an!
Egal ob rot oder weiß: Wein besteht größtenteils aus Wasser, Alkohol (Äthanol), Kohlenhydraten wie Glukose und Fruktose und organischen Säuren. Zudem sind zahlreiche Aromastoffe, Gerbstoffe (z.B. Tannine), Farbstoffe und Mineralstoffe wie Kalium, Eisen, Jod und Magnesium enthalten. Wein gewinnt man aus frischen oder vorbearbeiteten (sog. eingemaischten) Weintrauben, die vollständig oder teilweise gegoren sind. Rotwein wird aus blauen Weintrauben gewonnen und besteht aus mehr als 500 verschiedenen Substanzen.
Im Gegensatz zum Weißwein enthält Rotwein besonders viele sogenannte Polyphenole, eine Form der sekundären Pflanzenstoffe. Sie geben dem Rotwein seine besondere Farbe und können sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Rotwein enthält etwa zehnmal so viele Polyphenole wie Weißwein. Im Laufe der Lagerungszeit nimmt der Gehalt jedoch ab. Und: Rotwein ist nicht gleich Rotwein. Der Polyphenolgehalt kann von Sorte zu Sorte erheblich variieren.
| Beachten Sie: Auf die Menge kommt es an! Bei übermäßigem Konsum von Rotwein überwiegen die negativen Effekte durch den Alkohol gegenüber den gesundheitsfördernden Wirkungen des Rotweins. Frauen sollten nicht mehr als 0,15 Liter, Männer nicht mehr als 0,3 Liter Wein an einem Tag trinken. Zudem sollten Sie an mindestens zwei bis drei Tagen in der Woche abstinent bleiben! |
Möglicherweise sind es aber nicht nur die im Rotwein enthaltenen Stoffe, sondern auch die Eigenschaften des Konsumenten, die zur Gesundheit verhelfen: Es gibt Hinweise darauf, dass Weintrinker insgesamt einen günstigeren Lebensstil führen als andere Menschen.
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