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Forenexpertin: Dr. Sabine Ellinger
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Stand: 3. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit (Lebensmittelunverträglichkeit) versteht man alle gesundheitlichen Beschwerden, die als Reaktion auf den Verzehr von Nahrungsmitteln auftreten.
Dabei unterscheidet man vor allem, ob die Nahrungsmittelunverträglichkeit durch allergische Reaktionen entsteht (Nahrungsmittelallergie) oder ob andere Mechanismen dahinter stecken (Nahrungsmittelintoleranz, z.B. Laktoseintoleranz). Ein anderer Begriff für die Nahrungsmittelunverträglichkeit lautet Nahrungsmittelhypersensitivität.
Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit kann sich durch ganz unterschiedliche Symptome äußern. Die Bandbreite reicht dabei von Reaktionen der Haut (z.B. Juckreiz, Hautrötungen) über Magen-Darm-Beschwerden (wie Bauchschmerzen oder Durchfall) bis hin zu Kopfschmerzen oder Atembeschwerden. Treten solche Symptome nach dem Verzehr von Nahrungsmitteln auf, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Um bei einer Lebensmittelunverträglichkeit die Diagnose zu stellen, versucht der Arzt in der Regel, andere mögliche Ursachen für die Symptome auszuschließen. Allergietests können dabei helfen, eine Nahrungsmittelallergie nachzuweisen. Auch die bisherige Krankengeschichte des Patienten ist für die Stellung einer Diagnose wichtig. Ein Symptom-Tagebuch, in dem der Betroffene festhält, was er isst und trinkt und wann die Beschwerden auftreten, kann zusätzlich Aufschluss darüber geben, was der Auslöser der Nahrungsmittelunverträglichkeit ist.
Bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit richtet sich die Therapie jeweils nach der Ursache. Die wichtigste Maßnahme ist in der Regel, dass der Betroffene diejenigen Nahrungsmittel oder Inhaltsstoffe meidet, die die Beschwerden auslösen. Führt eine andere bestehende Erkrankung zu den Beschwerden, sollte diese behandelt werden.
Immer wieder entsteht über die Medien der Eindruck, dass eine Lebensmittelunverträglichkeit häufig auftritt. Tatsächlich sind echte Nahrungsmittelunverträglichkeiten jedoch relativ selten anzutreffen. Während beispielsweise etwa 15 bis 20 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland von einer Pollenallergie betroffen sind, leiden nur circa 3 bis 4 Prozent der erwachsenen Bevölkerung an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit.
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