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Forenexpertin: Dr. Sabine Ellinger
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Stand: 22. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Eine Milcheiweißallergie (auch Kuhmilchallergie genannt) ist nicht zu verwechseln mit einer Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit). Beide Formen der Nahrungsmittelunverträglichkeit bereiten aber ähnliche Symptome und sind, abhängig vom Schweregrad der Laktoseintoleranz, nicht immer einfach gegeneinander abzugrenzen. Die Laktoseintoleranz kommt häufiger vor als die Milcheiweißallergie. Bei der Milcheiweißallergie sind hingegen die Beschwerden oft stärker ausgeprägt.
Anders als bei einer Kuhmilchallergie kann man einer Laktoseintoleranz auch nicht vorbeugen oder das Risiko senken, da die Laktoseintoleranz angeboren oder im Rahmen einer Krankheit erworben ist. Indem man sein Kind mindestens vier Monate lang stillt oder allergiegefährdete Kinder mit hydrolysierter Säuglingsnahrung füttert, kann man hingegen das Risiko für eine Milcheiweißallergie drastisch senken. Die Beikost sollte außerdem erst frühestens nach vier Monaten, besser erst im sechsten Monat eingeführt werden, auf Kuhmilch sollte man im ganzen ersten Lebensjahr verzichten.
Vergleichbar sind jedoch die Symptome beider Erkrankungen, besonders im Vergleich zwischen einer Milcheiweißallergie und einer stark ausgeprägten Laktoseintoleranz. Beide Erkrankungen können sich durch starke und anhaltende Magen-Darm-Beschwerden äußern. Anders als bei der Laktoseintoleranz kann eine Milcheiweißallergie aber auch Atemwegsbeschwerden und selten Kreislaufprobleme verursachen. Hautprobleme als Reaktion auf den Kontakt mit Kuhmilch können auf beide Erkrankungen hinweisen, treten aber häufiger bei einer Milcheiweißallergie auf.
Ähnlich ist auch das Verhalten, wenn bereits eine Laktoseintoleranz oder eine Milcheiweißallergie besteht: Den Symptomen beider Erkrankungen kann man vorbeugen, indem man eine kuhmilchfreie Diät einhält. Bei einer leichten Laktoseintoleranz kann es allerdings ausreichen, auf Produkte mit niedrigem Laktosegehalt zurückzugreifen, wohingegen man bei einer Milcheiweißallergie vollständig auf Kuhmilchprodukte verzichten muss. Eine Kuhmilchallergie aber vergeht in vielen Fällen bis zum Schulalter, sodass die Kinder sich im späteren Leben normal ernähren können. Eine Laktoseintoleranz hingegen besteht ein Leben lang.
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