Sie befinden sich hier:

Startseite > Ratgeber > Ernährung > Nahrungsergänzungsmittel > Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel

Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel

Stand: 18. Dezember 2009Autor: Onmeda-Redaktion

Nahrungsergänzungsmittel gibt es in Supermärkten, Drogerien und Apotheken an jeder Ecke und in großer Zahl. So könnte man schnell zum Schluss kommen, dass die normale tägliche Ernährung vielleicht keine ausreichende Nährstoffzufuhr gewährleistet. Dies ist jedoch ein Trugschluss, denn wer sich ausgewogen und abwechslungsreich ernährt, versorgt seinen Körper mit allen wichtigen Nährstoffen. Die meisten Menschen benötigen daher keine Nahrungsergänzungsmittel.

Wann sinnvoll?

Sinnvoll können Nahrungsergänzungsmittel aber sein, wenn man durch eine einseitige oder auch unzureichende Ernährung nicht genug lebensnotwendige (essenzielle) Nährstoffe aufnimmt. Außerdem gibt es einige Personengruppen, bei denen zusätzliche Nährstoffe sinnvoll sein können. Dazu gehören:

  • Schwangere oder stillende Frauen: Während der Schwangerschaft oder der Stillzeit benötigt der Körper einige Nährstoffe in größeren Mengen als sonst.
  • Ältere Menschen: Senioren sind manchmal mit essenziellen Nährstoffen unterversorgt, weil sie zum Beispiel Probleme beim Kauen oder Schlucken haben oder weil sie appetitlos sind und deshalb weniger Nahrung aufnehmen.
  • Chronisch Kranke: Menschen mit chronischen Erkrankungen benötigen unter Umständen mehr essenzielle Nährstoffe als Gesunde.

Laut Studien nehmen einige wenige Teile der Bevölkerung vereinzelte Nährstoffe nicht in der Menge auf, wie es die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt (z.B. Vitamin D, Kalzium, Folsäure, Jod). Dies heißt jedoch nicht zwangsläufig, dass die betroffenen Personen mit dem jeweiligen Nährstoff gleich unterversorgt sind oder gar einen Mangelzustand haben. Aber für manche Menschen kann der Einsatz von Nahrungsergänzungsmittel dann durchaus Sinn machen – etwa zusätzliches Kalzium bei Personen, die keine Milchprodukte zu sich nehmen.

Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft

Wer schwanger werden will oder bereits schwanger ist, dem empfiehlt der Frauenarzt in der Regel die zusätzliche Einnahme eines bestimmten Vitamins: der Folsäure. Denn Folsäure als Nahrungsergänzungsmittel senkt für den Embryo das Risiko, dass es in der Embryonalentwicklung zu Fehlbildungen des Nervensystems wie einem "offenen Rücken" (Spina bifida) kommt.

Wechselwirkungen bedenken

Wer Nahrungsergänzungsmittel jedoch zusätzlich im Rahmen einer Erkrankung zu einer bestehenden Therapie über längere Zeit einnimmt, sollte dies mit seinem behandelnden Arzt vorher abklären. Denn einige Nahrungsergänzungsmittel können Wechselwirkungen mit Arzneimitteln haben. Die Medikamente wirken dadurch unter Umständen stärker oder verlieren an Wirkung – dies kann den Therapieerfolg gefährden oder zu Nebenwirkungen führen.

Kein Ersatz für ausgewogene Ernährung

Man sieht einen Apfel, beim die Schale herzförmig entfernt ist.

Wer sich normal ernährt und regelmäßig Obst und Gemüse isst, tut genug, um seinen Körper mit Nährstoffen zu versorgen. Es gibt bisher keine Hinweise, dass Nahrungsergänzungsmittel gesunde Menschen noch gesünder machen. Außerdem können Nahrungsergänzungsmittel kein vollwertiger Ersatz für eine ausgewogene Ernährung sein. Denn während ein Nahrungsergänzungsmittel meist nur einen einzelnen Nährstoff oder eine Kombination aus wenigen Nährstoffen enthält, finden sich in Obst und Gemüse zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe in der Regel gleich im Rund-um-Paket. So stecken in einem Apfel neben zahlreichen anderen Nährstoffen gleich zwölf verschiedene Vitamine.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Nahrungsergänzungsmittel

Das könnte Sie auch interessieren

Ernährung

Ernährung

Erfahren Sie im Ratgeber mehr über gesunde Ernährung. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Sudoku

Sudoku

Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.