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Stand: 26. Oktober 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Von Mangelernährung spricht man, wenn ein Ernährungsdefizit besteht – also der Körper nicht ausreichend über die Ernährung mit Energie, Eiweiß und lebenswichtigen Nährstoffen versorgt wird.
Mangelernährung ist (wie z.B. auch Unterernährung) eine Form der Fehlernährung (Malnutrition) und kann entstehen, wenn jemand insgesamt zu wenig Nahrung aufnimmt (quantitative oder generelle Mangelernährung). Aber auch eine unausgewogene Zusammensetzung der Nahrung oder eine Stoffwechselstörung können dazu führen, dass der Bedarf an Nährstoffen nicht gedeckt wird (qualitative oder spezifische Mangelernährung). In diesem Fall gewährleistet die Ernährung zwar eine ausreichende Energiezufuhr, gleichzeitig ist jedoch die Versorgung mit Eiweißen, Vitaminen und Mineralstoffen unzureichend.
Eine Mangelernährung entwickelt sich oft unbemerkt – vor allem bei älteren Menschen werden viele der Symptome dem fortschreitenden Alter zugeschrieben. Anzeichen für einen Nährstoffmangel sind Appetitlosigkeit, eine ungewollte Gewichtsabnahme, Durchfall und Übelkeit. Die Auswirkungen einer Mangelernährung zeigen sich zunächst ganz allgemein durch körperliche Schwäche, Antriebslosigkeit und Müdigkeit. Darüber hinaus steigt die Anfälligkeit für Infekte und Krankheiten. Bei älteren Menschen erhöht sich zudem das Risiko für Stürze, Knochenbrüche und Druckgeschwüre durch längerfristige Druckeinwirkung von außen (z.B. bei längerer Bettlägerigkeit). Bei Kindern kann eine Mangelernährung neben einer erhöhten Anfälligkeit für Infekte zu einer Wachstumsverzögerung führen.
Gerade bei bestehenden Erkrankungen ist ein Nährstoffmangel besonders gravierend, da ein guter Ernährungsstatus bekanntermaßen die Grundlage für einen positiven Heilungsprozess ist.
Weiterlesen: Mangelernährung: Definition – Eiweißmangel
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