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Stand: 12. August 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Von den Farbstoffen (Lebensmittelfarbstoffe) steht vor allem die Gruppe der Azofarbstoffe unter Verdacht sowohl Allergien als auch Pseudoallergien auslösen und bei Kindern die Aufmerksamkeitsstörung ADHS verursachen zu können. Einige Azofarbstoffe gelten auch als krebserregend. Kinder und empfindliche Personen sollten daher künstliche Farbstoffe nach Möglichkeit vermeiden. Personen, die Acetylsalicylsäure (ASS) nicht vertragen, reagieren oft auch auf Azofarbstoffe mit pseudoallergischen Beschwerden.
Speziell Kinder sollten einige Farbstoffe möglichst gar nicht oder nur wenig zu sich nehmen. Hierbei handelt es sich um:
Diese Farbstoffe sind vor allem in grellbunten Süßigkeiten zu finden. Chinolingelb ist zwar kein Azofarbstoff, für ihn gelten jedoch die gleichen Gesundheitsbedenken wie für die fünf Azofarbstoffe. Seit Juli 2010 müssen Lebensmittelhersteller folgenden Warnhinweis auf der Verpackung anbringen, wenn das Produkt eines der genannten Farbstoffe enthält: "Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen." Als Reaktion haben viele Hersteller ihre Rezepturen bereits verändert.
Azofarbstoffe sind künstlich hergestellte organische Farbstoffe, die vor allem den Farbbereich gelb bis rot abdecken. Der Name Azofarbstoffe bezieht sich auf die chemische Struktur dieser Farbstoffe, die alle eine sogenannte Azobrücke besitzen. Unter einer Azobrücke versteht man zwei Stickstoffatome, die über eine Doppelbindung miteinander verbunden sind (–N=N–). Der Wortteil Azo- geht auf den französische Begriff für Stickstoff zurück: azote.
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