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Stand: 11. August 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Viele Lebensmittel, Kosmetika oder Medikamente wären ohne Antioxidantien (Antioxidationsmittel) als Lebensmittelzusatzstoff nicht lange haltbar. Der Kontakt mit dem Luftsauerstoff würde ihre Qualität sowie Geschmack und Geruch beeinträchtigen, aber auch das farbliche Aussehen verändern.
In Lebensmitteln reagieren sowohl Fette als auch Kohlenhydrate und Eiweiße auf den Sauerstoff in der Luft. Antioxidantien wirken sich jedoch vor allem auf den Fettanteil von Nahrungsmitteln aus und verlangsamen durch ihren oxidativen Schutz das Ranzigwerden solcher Produkte. Die Nahrungsmittelindustrie setzt daher sowohl natürliche (z.B. Vitamin C, Vitamin E) als auch künstliche Antioxidationsmittel (z.B. Gallate und Zitrate) ein.
Antioxidantien fangen freie Radikale ab, ehe sie die Inhaltsstoffe der Nahrungsmittel schädigen können. Durch ihren Wirkungsmechanismus können Antioxidantien allerdings nicht unbegrenzt vor der schädigenden Wirkung des Luftsauerstoffs schützen. Ihre Kapazität ist irgendwann verbraucht, das gilt sowohl für künstliche Antioxidationsmittel als auch für natürliche wie Vitamin C (auch dessen Funktion als Vitamin geht dann verloren).
Lebensmittel, die Antioxidantien enthalten, müssen entsprechend gekennzeichnet sein. Auf der Verpackung steht dann zum einen "mit Antioxidationsmittel" und zum anderen die genaue Bezeichnung des Inhaltsstoffs, zum Beispiel Ascorbinsäure (= Vitamin C), oder nur die E-Nummer (in dem Fall E 300). Werden Lebensmitteln zu Konservierungszwecken Vitamine beigesetzt, müssen sie als Antioxidationsmittel ausgewiesen werden.
Künstliche Antioxidationsmittel haben in der Regel nur eine Zulassung für bestimmte Lebensmittel und kommen vor allem in Knabbererzeugnissen (wie z.B. Chips), Backmischungen und Kaugummis sowie in Ölen, Fetten, Tütensuppen und Ähnlichem vor. Natürliche Antioxidantien unterliegen dagegen meist keiner Zulassungsbeschränkung.
Im Grunde können alle Bestandteile eines Nahrungsmittels zu Allergien oder Überempfindlichkeitsreaktionen führen – egal ob natürlich oder künstlich. Unter Umständen kann es also auch infolge von Lebensmittelzusatzstoffen wie Antioxidantien zu solchen Reaktionen kommen. Ist bekannt, auf welche Stoffe der Körper genau allergisch reagiert, lässt sich über die Lebensmittel-Kennzeichnung der entsprechende Allergieauslöser vermeiden.
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