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Cumarin – Vorsicht Zimt?

Stand: 5. Oktober 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Der Duft- und Aromastoff Cumarin ist natürlicher Bestandteil in vielen Pflanzen. Vor allem Zimt – und insbesondere die Sorte Cassia-Zimt – enthält Cumarin in größeren Mengen.

Man sieht einen Zimtstern.
Zimtsterne enthalten Cumarin.

Neben Zimt findet sich Cumarin auch in vielen anderen Pflanzen, wie etwa in Waldmeister, Tonka-Bohnen, Süßklee, Erdbeeren sowie einigen Kräutern und verleiht ihnen ihr typisches Aroma. Daneben wird Cumarin zum Teil auch als Duftstoff in Kosmetika genutzt.

Cumarin – und dadurch auch Zimt – kann bei empfindlichen Personen oder Kleinkindern zu Leberschäden führen, jedenfalls wenn er regelmäßig und in größeren Mengen aufgenommen wird. Diese Leberschäden bilden sich jedoch zurück, wenn die Betroffenen keinen Zimt beziehungsweise Cumarin mehr zu sich nehmen.

Im Dezember 2005 – pünktlich zur Weihnachtszeit – verursachten Meldungen über eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch Zimt einigen Aufruhr in den Medien: Lebensmittelkontrollen wiesen in Deutschland eine bis zu 40-fache Überschreitung der Grenzwerte für Cumarin in Zimtsternen nach. Experten empfahlen, dass kleine Kinder höchstens 3 Zimtsterne und Erwachsene höchstens 15 Zimtsterne pro Tag essen sollten, um die Grenzwerte nicht zu überschreiten und kein Gesundheitsrisiko einzugehen.

Als Reaktion darauf passten viele Hersteller kurzerhand ihre Rezepturen an, sodass Produkte mit Zimt inzwischen deutlich weniger Cumarin enthalten. Erneute Messungen bestätigten dies – die Cumarin-Werte sind deutlich gesunken.

Für Cumarin in Lebensmitteln gibt es Grenzwerte, nicht jedoch für Cumarin in Gewürzen. Problematisch kann deshalb Zimt für den Heimgebrauch sein – denn nicht jeder Zimt enthält dieselben Mengen an Cumarin. Zimt als Gewürzpulver wird in der Regel entweder aus Cassia- oder aus Ceylon-Zimt hergestellt. Cassia-Zimt enthält deutlich mehr Cumarin als Ceylon-Zimt. Im Verkauf landet jedoch häufig der Cassia-Zimt. Steht nichts weiter auf der Packung, handelt es sich wahrscheinlich um Cassia-Zimt. Ceylon-Zimt ist dagegen meist auf dem Etikett deklariert.

Wie viel Zimt zuhause verwendet wird, unterliegt keinerlei Kontrolle. Wer selbst backt oder kocht und dabei Zimt verwendet, nimmt also möglicherweise doch höhere Cumarin-Mengen auf. Solange dies jedoch nur gelegentlich geschieht, ist kein Gesundheitsrisiko zu befürchten. Zimt als Gewürz für den Heimgebrauch sollte dennoch vorsichtshalber nur in Maßen verwendet werden, insbesondere wenn kleine Kinder oder empfindliche Personen im Haushalt leben.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

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