Sie befinden sich hier:

Startseite > Ratgeber > Ernährung > Diabetes – Tipps zur Ernährung > Allgemeine Ernährungsgrundsätze bei Diabetes

Forum

Diabetes

Porträt Dr. Winfried Keuthage Forenexperte: Dr. Winfried Keuthage Forum Diabetes
Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Diabetes – Tipps für die Ernährung

Allgemeine Ernährungsgrundsätze bei Diabetes

Stand: 15. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Bei Diabetes (Zuckerkrankheit) ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit die Grundlage für eine Behandlung der Stoffwechselerkrankung. Spezielle Diätkost oder Diabetiker-Lebensmittel sind dagegen nicht notwendig. Insbesondere übergewichtige Typ-2-Diabetiker sollten versuchen, ihr Gewicht zu reduzieren und nicht übermäßig Fett und Kalorien über die Nahrung aufzunehmen. Der Energiebedarf von normalgewichtigen Diabetikern entspricht ansonsten dem von gesunden Personen.

Man sieht einen Teller mit gesundem Essen aus Reis, Möhren und anderem Gemüse.

Kohlenhydrate

Lebensmittel, die reich an Kohlenhydraten sind und/oder viele einfach ungesättigte Fettsäuren enthalten, sollten den Hauptteil der Energieversorgung ausmachen und dürfen auch bei Diabetes deshalb in der Ernährung nicht fehlen. Idealerweise sollte die tägliche Nahrung zu 55 Prozent aus Kohlenhydraten bestehen.

Bevorzugen Sie bei Ihrer Ernährung pflanzliche Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen, denn diese haben einen positiven Einfluss auf Ihren Blutzuckerspiegel. Zu solchen Lebensmitteln zählen:

  • Gemüse
  • Hülsenfrüchte
  • Getreideprodukte aus Vollkorn (z.B. Vollkornnudeln, Vollkornreis, Vollkornbrot)
  • Obst

Günstig sind etwa 40 Gramm Ballaststoffe pro Tag. Diese Menge erreichen Sie leicht, wenn Sie pro Tag fünf Portionen Gemüse oder Obst verzehren und vier oder mehr Portionen Hülsenfrüchte über die Woche verteilt zu sich nehmen.

Kohlenhydrate in Form von Zucker sollten Sie dagegen nur in geringen Mengen verzehren und möglichst nicht flüssig (als Getränk) zu sich nehmen.

Fett

Bis zu 30 Prozent der täglichen Nahrung sollte aus Fetten bestehen. Dabei ist Fett nicht gleich Fett – wichtig ist auch, wie sich die verschiedenen Fette anteilsmäßig zusammensetzen.

Gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren

Gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren sollten weniger als 10 Prozent der täglichen Fettzufuhr ausmachen – sie sind vor allem in tierischen Fetten zu finden.

Gesättigte Fettsäuren sind zum Beispiel enthalten in:

  • Wurst, Fleisch
  • Butter, Sahne

Transfettsäuren finden sich insbesondere in Produkten mit sogenannten gehärteten Fetten, wie:

  • Chips u.ä. Knabbererzeugnissen
  • frittierten Speisen

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sollten höchstens 10 Prozent der Nahrungsfette ausmachen. Einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren haben zum Beispiel:

  • Distelöl
  • Sonnenblumenöl

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Etwa 10 bis 20 Prozent der Nahrungsfette dürfen aus einfach ungesättigten Fettsäuren bestehen. Diese finden sich zum Beispiel in:

  • Fettfisch (z.B. Lachs, Hering, Aal, Thunfisch, Makrele)
  • pflanzlichen Ölen wie Olivenöl, Sojaöl, Rapsöl, Leinöl, Walnussöl
  • Nüssen

Cholesterin

Achten Sie zudem darauf, pro Tag nicht mehr als 300 Milligramm Cholesterin zu sich zu nehmen. Cholesterin ist nur in tierischer Nahrung enthalten, zum Beispiel in:

  • Eigelb
  • Speck
  • fetten Fleischprodukten
  • fettem Käse
  • Sahne

Eiweiß (Proteine)

Vermeiden Sie einen zu großen Eiweißanteil in der täglichen Nahrung: Etwa 10 bis 20 Prozent sind optimal.

Gute Eiweißlieferanten sind zum Beispiel:

  • fettarmes Fleisch
  • Milch, Milchprodukte
  • Fisch
  • Kartoffeln
  • Getreideflocken
  • Hülsenfrüchte (z.B. Erbsen, Bohnen)

Getränke

Getränke ohne Alkohol und ohne Zucker sind kein Problem, ebenso wie Getränke mit Süßstoffen. Beachten Sie bei Fruchtsäften, dass diese oft einen sehr hohen Zuckergehalt besitzen. Auf Fruchtsäfte, die noch zusätzlich gezuckert sind, sollte Sie eher verzichten.

Ist der Arzt einverstanden, können Diabetiker auch alkoholische Getränke genießen – allerdings in Maßen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Blutzuckerspiegel durch Alkohol erst schnell ansteigt und dann rasch wieder absinkt. Diabetiker, die die Wirkung von Alkohol nicht richtig einschätzen können, müssen unter Umständen mit einer riskanten Unterzuckerung rechnen. Auf harte Alkoholika (Schnaps etc.) sollten Sie eher verzichten. Regelmäßiger Alkoholkonsum ist nicht zu empfehlen, da er die Entstehung von Komplikationen fördern kann.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Diabetes – Tipps zur Ernährung

Das könnte Sie auch interessieren

Ernährung

Ernährung

Erfahren Sie im Ratgeber mehr über gesunde Ernährung und richtiges Trinken. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.