Startseite > Ratgeber > Drogen > Nachtschattengewächse > Erste Hilfe bei Überdosierung
Stand: 12. April 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Bei einer Vergiftung durch Nachtschattengewächse bestehen Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Überdosierung darin, dem Betroffenen Flüssigkeit in Form von Tee, Wasser oder Saft zuzuführen. Wenn jemand nach dem Kosum von Pflanzen Vergiftungserscheinungen zeigt, bewahren Sie Ruhe und sichern Sie zur genauen Bestimmung der giftigen Pflanze Überreste der eingenommenen Substanz.
Außerdem sollte eine Giftbindung mit Kohletabletten erfolgen. Der Körper des Betroffenen sollte zusätzlich mit feuchten Tüchern gekühlt werden. Als Gegengift steht dem Arzt der Wirkstoff Physostigmin zur Verfügung. Dieser verdrängt die Giftstoffe der Nachtschattengewächse von den Acetylcholin-Rezeptoren und wirkt so unter anderem dem schnellen Puls und den Erregungszuständen entgegen.
Besonderes Augenmerk sollte der psychischen Betreuung gelten. Lassen Sie den Vergifteten nie unbeaufsichtigt, da er oft aggressiv wird. Deshalb kommt dem Eigenschutz auch eine besondere Bedeutung zu.
Atropin, Scopolamin und Hyoscyamin sowie deren Zubereitungen sind keine Betäubungsmittel entsprechend dem Betäubungsmittelgesetz (Btmg). Sie unterliegen vielmehr dem Arzneimittelgesetz (AMG). Verstöße gegen das AMG werden in der Regel mit Bußgeldern und nur in besonders schweren Fällen strafrechtlich geahndet.
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