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Methadon

Wirkung

Stand: 28. Januar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Wie Heroin bindet auch Methadon im Körper an bestimmte Opioidrezeptoren (µ-Rezeptoren) und löst dadurch eine ähnliche Wirkung aus wie Heroin. Eine Bindung an µ-Rezeptoren führt vor allem zu:

Auf den Konsumenten hat Methadon eine euphorisierende Wirkung, welche aber im Vergleich zu Heroin wesentlich geringer ist. Da Methadon zudem deutlich langsamer als Heroin ins Gehirn übergeht, erlebt der Abhängige bei der Einnahme von Methadon nicht den typischen "Heroinkick". Es kann außerdem die Entzugssymptome abschwächen oder sogar ganz verhindern.

Etwa 30 Minuten nach der Einnahme von Methadon tritt die Wirkung ein. Das Maximum der Wirkung ist nach etwa 4 Stunden erreicht und hält bei richtiger Dosierung dann ungefähr 24 Stunden an. Das Methadon muss also nur einmal täglich genommen werden.

Sobald der Substitutionspatient auf die richtige Methadon-Dosis eingestellt und stabilisiert ist, kann er seinen Alltag immer besser bewältigen. Entzugssymptome fallen weg und der Betroffene fühlt sich nicht mehr ruhiggestellt durch die Substanz. Psychisch und physisch ist nun er weder durch den Heroinentzug, noch durch das Methadon beeinträchtigt und hat somit die Kontrolle über seine geistigen und körperlichen Kräfte. Dies ermöglicht ihm, wieder in der Gesellschaft Fuß zu fassen und sein Leben zurückzugewinnen und ein normales Leben mit festem Wohnsitz und Erwerbstätigkeit zu führen. So haben Methadon-substituierte Abhängige die Chance, Abstand zur Drogenszene zu gewinnen und die häufig mit der Abhängigkeit einhergehende Prostitution und Beschaffungskriminalität aufzugeben. Alltägliche Tätigkeiten, wie etwa Lernen, ein Kraftfahrzeug fahren oder Maschinen lenken, sind bei einem gut eingestellten Methadon-Patienten problemlos möglich.

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