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Stand: 28. Januar 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Ob eine Substitutionstherapie mit Methadon individuell die geeignete Maßnahme ist, um eine Opiatabhängigkeit zu behandeln, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Für eine Substitution mit Methadon sprechen zum Beispiel folgende Umstände:
Erfüllt der Opiatabhängige die Voraussetzungen für eine Substitutionstherapie, kann er den Ersatzstoff Methadon auf Rezept erhalten.
Zu Beginn der Substitutionstherapie muss der Arzt die individuell geeignete Methadon-Dosis festlegen beziehungsweise herausfinden. Die ersten zwei Wochen erhält der Patient zweimal täglich Methadon. Ist die richtige Dosis gefunden, nimmt der Betroffene das Methadon schließlich nur noch einmal täglich ein. Normalerweise wird sich diese Dosis über die nächsten Jahre nicht verändern. Je nach individueller Situationen können jedoch kurzfristig höhere Dosen notwendig werden, etwa wenn der Patient erkrankt oder unter starken Belastungen steht. Konsumiert der Patient während der Substitution mit Methadon weitere Drogen (sog. Beikonsum), muss der Arzt die Methadon-Dosis dagegen verringern, da sich sonst die Wirkungen und Nebenwirkungen des Methadons verstärken.
In der Regel mischt man das Methadon (flüssig oder in Tablettenform) einem Saft bei, um den Geschmack zu verbessern und zu verhindern, dass Betroffene die Substanz spritzen. So ist keine Injektion notwendig und es besteht kein Risiko, sich durch gemeinsam benutztes Spritzbesteck mit HIV oder Hepatitis anzustecken.
Setzt der Patient das Methadon ab, stellen sich innerhalb von ein bis zwei Tagen die ersten Entzugssymptome ein. Soll die Substitution mit Methadon beendet werden, ist ein langsames Ausschleichen der Methadon-Dosierung über einen Zeitraum von mehreren Wochen bis Monaten zu empfehlen.
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