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Erste Hilfe bei Kokainvergiftung

Stand: 25. Januar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Vermuten Sie bei einer anderen Person eine Kokainvergiftung, so rufen Sie so rasch wie möglich den Notarzt (Tel. 112) und teilen Sie ihm mit, welche Substanz der Betroffene eingenommen hat (sofern bekannt). Leisten Sie dem Betroffenen Erste Hilfe, lassen Sie dabei jedoch den Eigenschutz nicht aus den Augen: Kokain-Konsumenten (und insbesondere Crack-Konsumenten) können sehr aggressiv sein.

Das können Sie tun, bis der Notarzt eintrifft:

  • Durch das Kokain steigt die Körpertemperatur – kühlen Sie deshalb den Körper des Betroffenen.
  • Ist der Betroffene bewusstlos, atmet aber noch, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage.
  • Falls der Betroffene nicht mehr atmet, beginnen Sie sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen (Herzdruckmassage und Atemspende).

Wenn der Arzt eintrifft, wird er entscheiden, welche weiteren Schritte notwendig sind. Als mögliche Maßnahmen versucht der Arzt zum Beispiel:

  • den Blutdruck des Betroffenen zu senken (i.d.R. mithilfe des Wirkstoffs Metoprolol).
  • die aufputschende Wirkung des Kokains auf das zentrale Nervensystem zu dämpfen (z.B. mit Benzodiazepinen wie Diazepam).
  • den Betroffenen zu beatmen.

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