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Stand: 17. November 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Heroin (Diacetylmorphin, Diamorphin) spielt auf dem illegalen Drogenmarkt neben Kokain in wirtschaftlicher, sozialer und polizeilicher beziehungsweise juristischer Hinsicht eine bedeutende Rolle.
Die Hauptanbaugebiete des Mohns und damit auch die Haupterzeugerregionen für Heroin liegen geografisch in einem Bereich, der sich von der Türkei über Iran, Indien und Afghanistan bis nach Pakistan erstreckt und Goldener Halbmond genannt wird. Erweitert man diesen Abschnitt bis zum südostasiatischen Raum, spricht man vom Goldenen Dreieck. Haupterzeugerland in der Region des Goldenen Halbmonds ist Afghanistan. Aber auch in Mittel- und Südamerika findet Mohnanbau statt.
Der weltweite jährliche Umsatz aller illegalen Drogen wird mittlerweile auf circa 235 Milliarden Euro geschätzt. In Deutschland gibt es zwischen 167.000 und 198.000 Menschen, die stark drogenabhängig sind. Der überwiegende Teil dieser Menschen ist – neben der Abhängigkeit von anderen Drogen wie Kokain, Methadon oder Ecstasy – heroinabhängig.
Aber nicht nur die Verbraucherländer leiden unter dem Drogenproblem. In zahlreichen Ländern hat sich eine einflussreiche Kriminalität entwickelt, die oft gute Beziehungen zu Politik, Polizei, Justiz und dem Militär pflegt. Auch im normalen Wirtschaftsleben verfügt sie in vielen Ländern, mittlerweile bis nach Deutschland und andere europäische Länder, über teilweise erheblichen Einfluss und vor allem riesige Geldmittel.
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