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Heroin (Diacetylmorphin, Diamorphin)

Historisches

Stand: 17. November 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Grundlage für die Herstellung von Heroin (Diacetylmorphin, Diamorphin) ist das aus den Fruchtkapseln des Schlafmohns (Papaver somniferum) gewonnene Opium. Es enthält unter anderem Morphin, eine Substanz, die als starkes Schmerzmittel wirkt. 1806 gelang es dem deutschen Apotheker Friedrich Wilhelm Sertürner erstmals, den Wirkstoff Morphin aus Opium zu isolieren. Er nannte ihn damals Morphium, nach dem griechischen Gott des Schlafs "Morpheus".

Ab 1828 wurde Morphium erstmals als Medikament gehandelt und kam vor allem im deutsch-französischen Krieg (1870 bis 1871) häufig zum Einsatz. Als man das Suchtpotenzial von Morphium erkannte, suchte man nach Stoffen, die genauso gut wirken, aber weniger abhängig machen. So synthetisierte man schließlich Diacetylmorphin.

Im Jahr 1898 begann die Firma Bayer den Wirkstoff Diacetylmorphin unter dem Namen Heroin in großem Stil herzstellen und bot ihn unter anderem als Husten- und Schmerzmittel an. Die Bezeichnung Heroin geht auf das griechische Wort heros (= Held) zurück. Später stellten auch andere Firmen heroinhaltige Medikamente her. Ärzte und vor allem Patienten nahmen den neuen Wirkstoff sehr positiv auf. Heroin diente damals auch der Behandlung von Morphium-Abhängigen und sollte die Entzugssymptome bei Betroffenen unterdrücken. Wie sich herausstellte, besitzt Heroin jedoch ein viel größeres Suchtpotenzial als Morphium.

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