Startseite > Ratgeber > Drogen > Heroin > Erste Hilfe bei einer Heroinüberdosis
Stand: 17. November 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Bei einer Heroinvergiftung beziehungsweise Heroinüberdosis verlangsamt sich die Atmung – im Extremfall bis hin zur Atemlähmung. Es treten Bewusstlosigkeit, Blutdruckabfall, gesenkte Herzfrequenz und Schock auf. Durch den Sauerstoffmangel kommt es zu einer bläulichen Verfärbung von Haut und Schleimhäuten. Meist sind die Pupillen bei den Betroffenen verengt, durch den anhaltenden Sauerstoffmangel können sich die Pupillen aber auch erweitern.
Muss bei einem Heroin-Vergiftungsopfer Erste Hilfe geleistet werden, sollten verschiedene Dinge beachtet werden:
Bei einer Heroinvergiftung ist letztlich immer Atemstillstand die Todesursache. Die erste lebensrettende Maßnahme durch einen Arzt ist daher eine Verbesserung der verlangsamten Atmung. Falls notwendig, wird er den Betroffenen künstlich beatmen. Als Gegengift kann der Arzt des Wirkstoff Naloxon injizieren. Naloxon ist ein sogenannter Opioidantagonist, das heißt, der Wirkstoff blockiert die Opioidrezeptoren im Gehirn und restlichen Körper des Betroffenen und hemmt so die Wirkung von Opiaten und Opioiden wie Heroin oder Morphin. Die Wirkung von Naloxon hält jedoch nur ein bis drei Stunden an, daher muss der Wirkstoff bei einer Heroinvergiftung in der Regel stündlich nachgespritzt werden. Außerdem ist zu beachten, dass bei der Gabe von Naloxon neben der verlangsamten Atmung auch die schmerzlindernde Wirkung aufgehoben wird. Bei Heroinabhängigen treten dadurch sofort Entzugserscheinungen auf.
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