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Heroin (Diacetylmorphin, Diamorphin)

Chemie

Stand: 17. November 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Heroin wird durch eine chemische Reaktion aus Morphin und Essigsäure-Anhydrid hergestellt. Bei diesem Prozess (Acetylierung) erhält die chemische Struktur zwei neue Acetylgruppen – die korrekte chemische Bezeichnung für Heroin lautet entsprechend Diacetylmorphin oder Diamorphin (DAM). Durch die beiden neuen Acetylgruppen verbessert sich die Fettlöslichkeit der Substanz. Heroin ist daher wesentlich fettlöslicher (lipophiler) als Morphin. So gelangt Heroin nach einer intravenösen Injektion schneller ins Gehirn und wird dort zu Morphin abgebaut. Die typische Wirkung von Heroin, der sogenannte "Kick", entsteht also größtenteils durch das extrem starke Anfluten von Morphin im Gehirn. Eine vergleichbar stark konzentrierte intravenöse Injektion von Morphin hätte nicht diesen Effekt, weil Morphin die Blut-Hirn-Schranke langsamer überwindet.

Opiate

Unter Opiaten versteht man alle Substanzen, die aus Opium gewonnen werden, wie etwa die Wirkstoffe Morphin, Diacetylmorphin und Codein. Nicht alle Opiate unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) (z.B. Codein).

Opioide

Unter Opioiden versteht man synthetische oder halbsynthetische Substanzen sowie körpereigene Substanzen (Endorphine) mit einer morphinartigen Wirkung, die an die Opioidrezeptoren (v.a. im Gehirn) binden können. Dabei unterliegen nicht alle Opioide auch dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG), wie zum Beispiel der Wirkstoff Tramadol.

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