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Stand: 14. Dezember 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Die Geschichte von Cannabis als Medizin ist lang. Insbesondere in Indien und im Mittleren Osten wurde die Hanfpflanze häufig zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Erst im 20. Jahrhundert lösten andere Wirkstoffe Cannabis nach und nach ab.
Der psychoaktive Wirkstoff im Cannabis, das Tetrahydrocannabinol (THC), hat nicht nur eine berauschende Funktion. Er senkt den Augeninnendruck, steigert den Appetit, lindert Schmerzen und senkt die Blutviskosität (Zähflüssigkeit des Blutes). Damit sind THC-haltige Produkte wie das synthetische Präparat Dronabinol auch als Heilmittel interessant. Dronabinol wirkt auch gegen die Schmerzen, unter denen krebskranke Menschen häufig leiden. Außerdem können Cannabis-Produkte helfen, die Lebensqualität schwer kranker Menschen, vor allem von Krebs- oder AIDS-Patienten, deutlich zu steigern. Seit dem 1. Februar 1998 ist das Präparat Dronabinol in Deutschland als Betäubungsmittel verschreibungsfähig. Es enthält den Wirkstoff delta-9-THC. Der medizinische Gebrauch von Cannabis hat jedoch rapide abgenommen und gilt, auch aufgrund der psychoaktiven Nebenwirkungen, als umstritten. Häufig kommt Cannabis erst dann zum Einsatz, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten bereits ausgeschöpft sind.
Das in Cannabis enthaltene THC wird in verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt, so zum Beispiel:
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