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Ecstasy und AmphetamineEcstasyStand: 3. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion Ecstasy zählt zu den sogenannten Entaktogenen und ist ein Gemisch unterschiedlicher chemischer Abkömmlinge der Amphetamine (sog. Amphetaminderivate). Streng genommen bildet Ecstasy eine eigene Stoffklasse und gehört nicht zu den Amphetaminen, aber der Einfachheit halber wird es oft zu den Amphetaminen gezählt. Bevorzugt für die Herstellung von Ecstasy wird die Substanz MDMA verwendet. MDMA ist ein Amphetamin-Abkömmling, der bereits 1924 hergestellt wurde. In den 60er Jahren kam die Substanz als Appetitzügler in den Umlauf. Wegen zahlreicher Nebenwirkungen wurde es jedoch schnell wieder vom Markt genommen. In der Psychotherapie wurde seine kommunikations- und kontaktfördernde Wirkung genutzt. Aufgrund der beträchtlichen Nebenwirkungen sind Amphetamine und deren Abkömmlinge heute nur noch als Bestandteile in einigen Medikamenten enthalten wie zum Beispiel in Appetitzüglern, Grippe- und Asthmamitteln. Auch einige Arzneimittel zur Behandlung von Aufmerksamkeitsschwäche enthalten Amphetamine. In Deutschland verbreiteten sich die bunten Pillen unter dem Namen Ecstasy seit Anfang der 90er Jahre als vermeintlich harmlose Partydroge vor allem in der Techno- und Raver-Szene. Neben MDMA werden auch weitere Substanzen wie MDA und MDE unter dem Namen Ecstasy angeboten. Die Amphetaminderivate fallen unter die harten Drogen. Jeder Hersteller dieser Tabletten bedruckt seine Ware mit eigenen Motiven. Es sind eine Vielzahl von Varianten auf dem Markt, die sich in ihrer Zusammensetzung mehr oder weniger stark unterscheiden. Neben den Grundsubstanzen enthalten Ecstasy-Tabletten noch weitere verschiedene Wirkstoffe. Dazu gehören:
Zahlen und FaktenEcstasy und Amphetamine spielen auf dem Drogenmarkt nach wie vor eine wichtige Rolle. In zahlreichen Diskotheken und auf vielen Partys werden derartige Drogen vor allem von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in großer Anzahl gehandelt und konsumiert. Das Hauptherstellerland für den westeuropäischen Markt sind die Niederlande. Während der Konsum von Ecstasy in Deutschland leicht gesunken ist, wird zunehmend mehr Amphetamin konsumiert. 2008 wurden in 2.698 Fällen insgesamt 751.431 Ecstasy-Tabletten beschlagnahmt. Damit ist die Zahl der Sicherstellungen gegenüber 2006 gestiegen, die Zahl der beschlagnahmten Tabletten ist hingegen gesunken. Die meiste Ware stammte dabei aus den Niederlanden. In 8.425 Fällen wurden 1.283,2 kg Amphetamin beziehungsweise Metamphetamin sichergestellt. In Bezug auf Amphetamin beziehungsweise Metamphetamin sind sowohl die Sicherstellungen als auch die Menge an sichergestellter Ware gestiegen. RechtlichesDie Ecstasy-Wirkstoffe MDMA, MDEA, MDA sind im Anhang 1 des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) als nicht verschreibungsfähige und nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel aufgeführt, das heißt die illegale Herstellung, der Verkauf, Erwerb und Besitz von Pillen, die diese Stoffe enthalten, muss strafrechtlich verfolgt werden (§29 BtMG). In Ausnahmefällen kann von einer Strafverfolgung abgesehen werden (Eigenbedarf, Mindermengen). Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaEcstasy und Amphetamine
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