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Abhängigkeit, Sucht

Stand: 25. Januar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Abhängigkeit und Sucht sind weit verbreitet. Abhängigkeit bezeichnet das zwanghafte Bedürfnis nach einer Substanz – egal, ob es sich dabei um Alkohol, Medikamente oder illegale Drogen wie Kokain oder Heroin handelt. Der Begriff Sucht hingegen kann sich allgemein auch auf stoffungebundene Süchte beziehen – etwa in Form von Spielsucht oder Internetsucht.

Eine Abhängigkeit kann durch unterschiedliche Drogen ausgelöst werden – an erster Stelle rangiert in Deutschland die Alkoholabhängigkeit mit etwa 1,6 Millionen Betroffenen. Weitere suchtfördernde Drogen sind beispielsweise:

  • Psychopharmaka wie Barbiturate
  • Opiate
  • Kokain
  • Cannabis und Marihuana
  • Halluzinogene wie z.B. LSD
  • Amphetamine (z.B. Speed)
  • organische Lösungsmittel ("Schnüffelsucht")
  • moderne Designerdrogen

Aber auch Nikotin kann in die Abhängigkeit führen. Nikotinabhängigkeit macht neben Alkoholismus den größten Teil aller Abhängigkeiten in Deutschland aus.

Die Ursachen für Abhängigkeit und Sucht sind vielfältig. So spielen beispielsweise die Persönlichkeit und Lerngewohnheiten eine Rolle, aber auch das soziale Umfeld und die Art der Droge.

Den angenehmen Wirkungen wie Euphorie, Glücksgefühl, Abbau von Hemmungen, Leistungssteigerung und Halluzinationen weichen unerwünschte Nebenwirkungen. Hierzu zählen körperliche Symptome wie Schlafstörungen, Organschädigungen und Infektionen, aber auch psychische und soziale Probleme.

Die Therapie einer Abhängigkeit erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst muss die Motivation gegeben sein, von der Droge loszukommen. Erst dann kann der Abhängige einen Entzug machen. In der anschließenden Entwöhnungsphase lernt er, auf Dauer ohne die schädigende Substanz zu leben. Um einen Rückfall zu vermeiden, ist die Nachsorge durch Ärzte, Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen sehr wichtig.

Damit Abhängigkeit und Sucht gar nicht erst entstehen können, sollten Kinder und Jugendliche schon frühzeitig über die schädigende Wirkung von Drogen aufgeklärt werden. Ein gesundes Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, "Nein" sagen zu können, sind wichtige Voraussetzungen, um Drogen zu widerstehen. Nicht zuletzt können Eltern hier mit gutem Beispiel vorangehen.

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