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Abhängigkeit, Sucht

Therapie

Stand: 25. Januar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Bei einer Abhängigkeit beziehungsweise Sucht dient die Therapie dazu, den Betroffenen in seiner Persönlichkeit zu stabilisieren, ihn zu rehabilitieren und vor allem zu reintegrieren. Ziel ist die vollständige Abstinenz. Entscheidend ist dabei, die Person zu motivieren und Rückfällen vorzubeugen.

Die Therapie einer Abhängigkeit von Substanzen wie Alkohol, Medikamente oder harten Drogen gliedert sich in mehrere Phasen:

  • Kontakt- und Motivationsphase
  • Entgiftungsphase (körperlicher Entzug)
  • Entwöhnungsbehandlung
  • Nachsorge- und Rehabilitationsphase und Rückfall-Vorbeugung

In der ersten Phase der Therapie (Kontakt- und Motivationsphase) geht es darum, die Abhängigkeit zu erkennen, was aufgrund der Tendenz zur Verheimlichung oft erst sehr spät geschieht. Der Betroffene muss zur Therapie motiviert werden, wobei der Einfluss von Selbsthilfegruppen hilfreich sein kann.

In der Entgiftungsphase, die meist stationär erfolgt, muss besondere Aufmerksamkeit auf Entzugserscheinungen gerichtet werden. In der Entwöhnungsphase soll der Betroffene lernen, ohne die Droge zu leben; dabei kommen vielfältige psychotherapeutische Maßnahmen zum Einsatz. Der Abhängige soll beispielsweise durch die Gruppentherapie erneut Eigenverantwortung entwickeln und größeres Selbstbewusstsein aufbauen.

In der folgenden Nachsorge- und Rehabilitationsphase geht es um eine langfristige Stabilisierung des Betroffenen – dabei spielen die Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Beruf und das gewohnte Umfeld eine entscheidende Rolle. Um Rückfällen vorzubeugen, ist das Treffen mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen oft hilfreich.

Bei der Therapie von Abhängigkeit arbeiten verschiedene Stellen eng zusammen: Der erste Kontakt erfolgt meist durch Drogenberatungsstellen, Hausärzte und Psychiater. Die Entzugs- und Entwöhnungsbehandlung erfolgt dann überwiegend in Kliniken mit ärztlicher und psychologischer Unterstützung. Bei der anschließenden Nachsorge und Rehabilitation kommt Suchtberatungsstellen und Selbsthilfegruppen eine entscheidende Bedeutung zu. Der Wiedereinstieg in den Beruf wird in der Regel von Sozialarbeitern unterstützend begleitet.

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