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Abhängigkeit, Sucht

Formen der Abhängigkeit

Stand: 25. Januar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Je nach Droge unterscheidet man folgende Formen der Abhängigkeit:

  • Morphin-/Opiat-Typ: Opium, Heroin, Methadon und einige stark wirksame Schmerzmittel besitzen unter den Drogen das höchste Abhängigkeitspotenzial. Es entsteht sowohl psychische als auch körperliche Abhängigkeit mit rascher Dosissteigerung.
  • Barbiturat-/Alkohol-Typ:
    • Bei Schlafmitteln (Barbituraten) besteht ein beträchtliches Abhängigkeitspotenzial. Nach dem Absetzen kommt es zu Symptomen wie Unruhe, Zittern oder Angst. Das Medikament muss langsam ausgeschlichen werden.
    • Psychische Symptome der Alkoholabhängigkeit sind oft depressive Verstimmung, Schuldgefühle oder verminderte Leistungsfähigkeit. Akute Vergiftungserscheinungen reichen von gesteigertem Leistungsgefühl, Euphorie und Reaktionsverlangsamung über Veränderungen der Muskelfeinbewegung und Sehstörungen bis hin zu möglichem Umschlagen in depressive Verstimmung und Übergang in einen narkotischen Zustand. Als Entzugserscheinung tritt ein Delirium auf, das durch Schlaflosigkeit, Angst, Unruhe, optische Halluzination und Zittern gekennzeichnet ist.
  • Kokain-Typ: Bei Kokain-Konsum entsteht eine starke psychische, aber keine körperliche Abhängigkeit. Beim Entzug stellt sich depressive Stimmung mit Reizbarkeit und Ängsten ein.
  • Cannabis-/Marihuana-Typ: Beim Konsum von Cannabis bzw. Marihuana entwickelt der Konsument eine psychische Abhängigkeit. Ein charakteristisches Entzugssyndrom gibt es nicht. Relativ häufig treten akute Angstreaktionen oder depressive Verstimmungen auf, es kann auch zu einem Nachrausch ohne Einnahme der Droge kommen.
  • Amphetamin-Typ: Amphetamine – synthetisch hergestellte, stimulierende Substanzen – werden zur Antriebs- und Leistungssteigerung ( Doping) und als Appetitzügler eingenommen. Zu den Amphetaminen zählt auch die vollsynthetisch hergestellte Droge Ecstasy. Es entsteht eine psychische, aber keine körperliche Abhängigkeit.
  • Halluzinogen-Typ: Beim Halluzinogen-Typ besteht starke psychische Abhängigkeit mit Tendenz zur raschen Dosissteigerung, es bildet sich aber keine körperliche Abhängigkeit. Die Substanzen sind teils synthetischen (LSD, Mescalin), teils pflanzlichen (Pilze, Kakteen) Ursprungs. Bei Entzug reagiert der Betroffene depressiv und gereizt.

Zunehmend dienen auch Lösungsmittel, Klebstoffe oder Lacke als Suchtmittel ("Schnüffelsucht").

Manche Betroffene leiden unter einer Mehrfachabhängigkeit ( Polytoxikomanie). So konsumieren viele Drogenabhängige zusätzlich zu anderen Drogen Alkohol und Medikamente als Ersatzstoffe gegen Entzugserscheinungen. Dadurch wird die Entzugsbehandlung erheblich erschwert.

Nicht zuletzt spielen auch nicht-stoffgebundene Süchte eine große Rolle, so zum Beispiel:

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