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Fastenkur

Stand: 13. Juli 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Eine Fastenkur ist ein- bis mehrwöchiges Fasten nach bestimmten Regeln. Dabei verzichtet man entweder weitgehend oder ganz auf Nahrung (sog. Nulldiät).

Wasserkrug

Wer sich für eine Fastenkur entscheidet, kann unterschiedliche Ziele verfolgen: Manche Menschen fasten ab und zu, um ihren Körper zu entschlacken und dessen Selbstheilungskräfte zu wecken (sog. Heilfasten nach Buchinger). Ein Heilfasten kann aber auch unter ärztlicher Anleitung als Behandlungsmaßnahme erfolgen (sog. therapeutisches Heilfasten, z.B. bei Allergien oder Herzerkrankungen). Viele Menschen versprechen sich jedoch von Fastenkuren, ihr Körpergewicht zu verringern.

Nach einer Fastenkur ist jedoch das Risiko für eine rasche Gewichtszunahme sehr hoch, da sich der Körper beim Fasten auf die Hungersituation eingestellt hat. Wer dauerhaft abnehmen möchte, aber direkt nach dem Fasten die alten Essgewohnheiten wieder aufnimmt, verfehlt daher sein Ziel, denn: Der Körper lagert nach der Hungerperiode die Nahrung vermehrt als Fett ein, um in zukünftigen Hungersituationen besser auf den Energieentzug vorbereitet zu sein. Auch nach der Fastenkur kommt der Körper lange Zeit mit viel weniger Nahrung aus. Ob Nulldiät, Saftfasten oder Heilfasten – dauerhafte Erfolge beim Abnehmen sind durch Fasten nicht zu erreichen. Nur wer nach dem Fasten die Ernährung umstellt, hat gute Aussicht auf eine dauerhafte Gewichtssenkung.

Fasten birgt Risiken für die Gesundheit: So ist totales Fasten beispielsweise mit einem ständigen Eiweißverlust verbunden, was auf Dauer verschiedene Komplikationen verursachen kann (mögliche Folgen sind z.B. Veränderungen am Herzmuskel). Daher sind Fastenkuren ohne therapeutischen Zweck grundsätzlich nur für Menschen ratsam, die gesund sind. Außerdem ist es wichtig, nicht über längere Zeit ohne ärztliche Betreuung zu fasten. Wer eine Fastenkur ins Auge fasst, bespricht dies am besten mit einem Arzt – besonders dann, wenn eine Erkrankung vorliegt. Für Kinder, schwangere oder stillende Frauen und Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen, wie zum Beispiel Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder Bluterkrankheit (Hämophilie), ist es ratsam, überhaupt nicht zu fasten.

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