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Forenexpertin: Dr. Sabine Ellinger
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Stand: 13. Juli 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Eine Fastenkur, die dem Ziel dienen soll, den Körper von Schlacken zu befreien und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu wecken, bezeichnet man als Heilfasten. Dieser Begriff sowie die zugehörige Idee der Entschlackung gehen auf den Arzt Otto Buchinger zurück. Durch Fasten ist es nach der Vorstellung von Buchinger möglich, Krankheiten zu heilen oder zu verhindern. Diese Theorie trifft jedoch gemeinhin auf Ablehnung: In einem gesunden menschlichen Körper finden sich keine Ansammlungen von sogenannten Schlacken und Stoffwechselendprodukten, die Entschlackungskuren erfordern; nicht verwertbare Substanzen scheidet der Körper bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr über den Darm und die Nieren aus.
Heilfasten nach Buchinger erfolgt in speziellen Kliniken. Eine solche Heilfastenkur dauert zwei bis vier Wochen. Als empfehlenswerter Einstieg in die Fastenkur gilt eine gründliche Darmentleerung, zum Beispiel mit abführendem Glaubersalz, Rizinusöl oder einem Einlauf. Beim Heilfasten ist nur Flüssiges in Form von Tee, Gemüsebrühe, Fruchtsaft und Mineralwasser erlaubt. Außerdem ist während der Entschlackungskur der Darm mit entsprechenden Hilfsmitteln immer wieder gründlich zu entleeren.
Heilfasten führt dazu, dass die Betroffenen kurzfristig viel Gewicht verlieren. Allerdings nimmt man nach der Fastenkur auch rasch wieder zu, weil der Körper weiterhin auf Sparflamme arbeitet. Zudem ist das Heilfasten mit einem hohen Verlust an Eiweiß verbunden und ändert nichts an falschen Ernährungsgewohnheiten.
Unter Heilfasten versteht man aber auch ein Fasten, das unter ärztlicher Betreuung stattfindet und bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Allergie, metabolisches Syndrom, Herzerkrankungen) als therapeutische Maßnahme zum Einsatz kommt. Diese als therapeutisches Heilfasten bezeichnete Fastenkur findet im Allgemeinen nicht zu Hause statt, sondern über einen Zeitraum von 5 bis 32 Tagen stationär im Krankenhaus.
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