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Forenexpertin: Marie-Luise Grein
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Stand: 2. Januar 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Stillen ist zwar ein natürlicher Vorgang, muss aber erlernt werden. Früher gab man dieses Wissen von Generation zu Generation weiter. Heute übernehmen Hebammen, Stillberaterinnen und Säuglingskrankenschwestern diese Aufgabe. Wenn Sie sich schon während der Schwangerschaft mit dem Thema Stillen beschäftigt haben, sind Sie nach der Geburt bereits optimal darauf vorbereitet, erfolgreich zu stillen.
Beginnen Sie jede Stillmahlzeit mit einer anderen Brust, denn die erste Brust wird besser geleert. So kurbeln Sie die Milchproduktion in beiden Brüsten optimal an.
Eine Stillmahlzeit dauert etwa zehn Minuten. Aber keine Sorge, wenn Ihr Baby länger trinkt! Viele Säuglinge machen längere Trinkpausen oder dösen beim Stillen ein. Da kann eine Mahlzeit auch einmal eine halbe Stunde dauern.
Wenn ein Baby plötzlich häufiger trinken möchte, kann das mehrere Gründe haben. Selten liegt es daran, dass es von der Milch, die Sie produzieren, nicht mehr satt wird. Wenn Ihr Säugling weiterhin zunimmt und sich gesund entwickelt, reicht Ihre Muttermilch zu seiner Ernährung völlig aus.
Häufigeres Trinken kann einerseits ein Zeichen für einen Wachstums- oder Entwicklungsschub sein. Legen Sie Ihr Baby einfach häufiger an – Ihre Milchproduktion wird sich selbstständig an die neuen Zeiten anpassen, und oft nimmt die Häufigkeit nach ein paar Tagen wieder ab. In der warmen Jahreszeit oder bei trockener Heizungsluft kann es außerdem sein, dass Ihr Baby lediglich Durst hat. Es wird dann häufiger, aber weniger pro Stillmahlzeit trinken. Da zu Beginn einer Stillmahlzeit dünnere und erst später fetthaltigere Milch fließt, nimmt es sich so eine Extraportion Flüssigkeit, ohne tatsächlich mehr zu "essen". Gönnen Sie ihm diese Trinkeinheiten, anstatt ihm Tee oder Wasser anzubieten.
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