Sie befinden sich hier:

Startseite > Ratgeber > Mein Baby > Stillen > Die Muttermilch

Forum

Stillen & Co.

Porträt Marie-Luise Grein Forenexpertin: Marie-Luise Grein Forum Stillen & Co.
Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Stillen

Die Muttermilch

Stand: 2. Januar 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Während Ihrer Schwangerschaft produziert Ihr Körper vermehrt Östrogen und Progesteron. Diese Hormone sorgen dafür, dass Ihre Brust wächst und sich darauf vorbereitet, nach der Geburt Muttermilch zu produzieren. Während der Schwangerschaft hemmen die Hormone zunächst noch die Milchproduktion. Bei einigen Frauen treten in dieser Zeit aber schon einige Tropfen der sogenannten Vormilch aus. Ob Sie schon während der Schwangerschaft Vormilch produzieren oder nicht, lässt aber keine Aussage darüber zu, ob Sie nach der Geburt ausreichend Muttermilch zur Verfügung haben.

Darum keine Sorge: Frauen, der Brüste zunächst kaum wachsen und die keine Vormilch bemerken, haben die gleichen Chancen auf eine entspannte Stillzeit wie Frauen, die zwei Körbchengrößen zulegen oder laufend Vormilch produzieren.

Wenn Ihr Baby auf der Welt ist und auch die Plazenta ausgestoßen wurde, fallen die Östrogen- und Progesteronspiegel sehr schnell auf einen niedrigen Pegel ab. Stattdessen steigt jetzt der Spiegel des vorher unterdrückten Prolaktins steil an. Prolaktin ist ein Hormon der Hirnanhangdrüse und setzt die Milchproduktion in Gang. Ein weiterer im Gehirn produzierter Botenstoff, das Oxytocin, bewirkt, dass sich die Milchgänge in der Brust auf einen Saugreiz hin zusammenziehen und somit die Muttermilch freigeben. Das Stillen kann beginnen.

Die Muttermilch verändert sich im Laufe der Zeit:

  • Vormilch: Gegen Ende der Schwangerschaft bildet sich die sogenannte Vormilch (Kolostrum, auch: Colostrum) in Ihren Brüsten. Diese klare, meist gelbliche Flüssigkeit steht Ihrem Baby in den ersten Tagen nach der Geburt zur Verfügung. Vormilch ist weniger fett als reife Muttermilch und enthält auch weniger Kohlenhydrate, liefert jedoch immunologische Schutzfaktoren (IgA-Antikörper), welche sich in der Darmschleimhaut des Neugeborenen ausbreiten und eine Barriere gegen Krankheitserreger bilden. Vormilch enthält außerdem mehr Eiweiß und Mineralstoffe als die spätere Milch.
  • Übergangsmilch: Nach etwa zwei bis vier Tagen kommt es zum sogenannten Milcheinschuss und es bildet sich die Übergangsmilch. Sie hat einen höheren Fett- und Kohlenhydratanteil als die Vormilch.
  • Frauenmilch: Etwa ab der dritten Lebenswoche bildet sich die sogenannte reife Frauenmilch. Ihre Konsistenz und Zusammensetzung kann sich je nach Tageszeit oder Ihrer Ernährung leicht ändern. Die reife Frauenmilch ist die einzige Nahrung, aber auch die einzige Flüssigkeit, die Ihr Baby für die nächsten Monate benötigt.

Die Muttermilch enthält alle für das Baby wichtigen Stoffe (Eiweiße, Fette, Milchzucker, Vitamine, Abwehrstoffe). Je nach Alter des Säuglings sind Zusammensetzung und Menge der Muttermilch genau auf den Bedarf abgestimmt. Diese natürliche Regulation wird durch die zusätzliche Gabe von Flaschenmilch oder Tee gestört: Je weniger das Baby an der Brust saugt, desto weniger Milch wird produziert.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Stillen

Das könnte Sie auch interessieren

Mein Baby

Mein Baby

Erfahren Sie im Ratgeber Mein Baby unter anderem mehr darüber, wie Sie den Alltag mit Baby meistern, was bei der Ernährung zu beachten ist und wie sich Ihr Baby entwickelt. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.