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Stand: 16. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Von seinem ersten Schrei an ist Schreien für lange Zeit die einzige Möglichkeit des Babys, seine Bedürfnisse auszudrücken. Hat es Hunger, schreit es. Drückt die Luft im Bauch, schreit es ebenfalls. Oder wenn es ihm zu warm ist, zu kalt, zu laut oder es sich zu einsam fühlt. Ein sogenanntes Schreibaby aber schreit häufiger, anhaltender und aus scheinbar unerklärlichem Grund.
Schreien ist besonders im ersten Lebensjahr also völlig normal. Je nach Häufigkeit und Dauer des Schreiens und auch, wenn das Baby sich partout nicht beruhigen lässt, kann es jedoch an den Nerven der Eltern zerren. Zum einen möchte man dem Schreibaby helfen und fühlt sich schnell hilflos. Zum anderen kommt man selber kaum zur Ruhe und ist mit der Zeit überfordert.
Alle Babys schreien! Als sogenannte Schreikinder werden aber nur Säuglinge im Alter von zwei Wochen bis vier Monaten bezeichnet, die an mindestens drei Tagen in der Woche mehr als drei Stunden pro Tag schreien. Dieser Zustand muss außerdem über mindestens drei Wochen anhalten, damit das Kind per Definition als Schreibaby gilt.
Lange Zeit wurde die Ursache für Schreikinder in Blähungen und Verdauungsstörungen gesehen, den sogenannten Dreimonatskoliken. Mittlerweile weiß man aber, dass Schreikinder beim exzessiven Schreien viel Luft schlucken, die erst zu den Magen-Darm-Beschwerden führt. Die Koliken sind also eine Folge des Schreiens, nicht ihre Ursache.
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