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Stand: 16. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Hilfe für Schreikinder zu finden ist nicht immer einfach. Doch bemühen Sie sich immer, Ihrem Kind zu helfen! Zunächst sollten naheliegende Bedürfnisse überprüft werden: Hat Ihr Kind Hunger? Gerade in den ersten Monaten trinken Säuglinge nicht immer gleiche Mengen und halten keine festen Uhrzeiten für ihre Mahlzeiten ein. Es kann also sein, dass Ihr Baby schon wieder hungrig ist, obwohl Sie es erst vor einer halben Stunde gestillt haben.
Ist Ihr Kind müde oder überreizt? Ihr Baby hatte rund 40 Wochen seine Ruhe in Ihrem Bauch, Geräusche und Licht kamen nur gedämpft zu ihm durch. Mit der Geburt beginnt der "Stress" – viele Babys sind von lauten oder anhaltenden Geräuschen oder zu vielen Eindrücken überfordert. Da kann es helfen, den Kinderwagen mit einem Tuch abzudecken oder den Schlafraum etwas abzudunkeln.
Die meisten Säuglinge lassen sich auch beruhigen, wenn sie Körperkontakt zu einer Bezugsperson haben. Säuglinge sind Traglinge, die wenigsten Babys mögen es, alleine im Stubenwagen oder im Kinderwagen zu liegen. Schon das kann zu Schreiattacken führen. Tragen Sie Ihr Baby, wenn möglich, viel am Körper, beispielsweise in einem Tragetuch.
Andere, einfach zu behebende Gründe, für anhaltendes Schreien können sein: Volle Windel oder eine zu warme / kalte Umgebung: Hat Ihr Baby einen feuchten Nacken, ist ihm zu warm, hat es kalte Arm- und Fußgelenke, ist ihm zu kalt.
Haben Sie die naheliegenden Möglichkeiten ausgeschlossen, können Sie versuchen, Ihrem Baby den Bauch zu massieren. Die meisten Babys reagieren entspannt darauf und genießen den Körperkontakt. Massieren Sie immer mit leichtem Druck und grundsätzlich im Uhrzeigersinn. Vielen Säuglingen tut es auch gut, im Fliegergriff getragen zu werden – dabei liegt Ihr Baby auf dem Bauch auf Ihrem Unterarm.
Wenn alles nichts hilft und auch der Kinderarzt nicht weiterhelfen kann, haben Sie tatsächlich ein Schreibaby. Da bleibt nur: Augen zu und durch! Das schaffen Sie am ehesten, indem Sie sich Hilfe bei Ihrem Partner, Verwandten und Freunden suchen, die Ihnen das Schreibaby einmal abnehmen können. So können Sie neue Energie tanken und die – immerhin absehbare – Zeit des exzessiven Schreiens durchstehen.
Und machen Sie sich immer wieder bewusst: Ihr Baby schreit nicht, um Sie zu ärgern!
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